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PC-Hersteller: Mindestens drei Investoren werben um Dell

Um den PC-Hersteller Dell ist ein Bieterwettkampf entbrannt. Mindestens drei Investorengruppen wollen das Unternehmen kaufen. Nach dem Angebot des Konzerngründers prüft Dell nun Offerten von Blackstone und Carl Icahn.

Der PC-Hersteller Dell leidet unter dem Wandel der Computerbranche. Der Gründer Michael Dell will die Firma deswegen von der Börse nehmen. Quelle: dpa
Der PC-Hersteller Dell leidet unter dem Wandel der Computerbranche. Der Gründer Michael Dell will die Firma deswegen von der Börse nehmen. Quelle: dpa

New YorkUm den kriselnden PC-Hersteller Dell streiten sich mindestens drei Investorengruppen. Der Finanzinvestor Blackstone habe ein vorläufiges und unverbindliches Übernahmeangebot unterbreitet, sagte eine mit der Sache vertraute Person Reuters am Samstag. Zudem berichtete das „Wall Street Journal“, der milliardenschwere US-Investor Carl Icahn habe ebenfalls eine Offerte eingereicht.

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Der weltweit drittgrößte Computer-Produzent hat bereits ein Angebot eines Konsortiums des Konzerngründers Michael Dell und der Beteiligungsgesellschaft Silver Lake im Volumen von 24,4 Milliarden Dollar vorliegen und prüft derzeit Alternativen dazu. Jetzt soll nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters ein Sonderkomitee des Direktoriums die Angebote unter die Lupe nehmen.

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Michael Dell und Silver Lake wollen mit Unterstützung von Microsoft 13,65 Dollar pro Dell-Aktie bieten. Alternative Offerten müssen also höher sein. Laut „Wall Street Journal" bietet Blackstone zwischen 13,65 und 15 Dollar pro Anteilsschein. Insider sagten, es gebe aber noch keine Finanzierung für den angestrebten Deal. Mehrere Geldhäuser, darunter GE Capital, seien für eine Finanzierung angesprochen worden. Denkbar sei auch, Teile von Dell nach einer Übernahme zu verkaufen, um an Geld zu kommen.

Die beteiligten Firmen und Akteure lehnten eine Stellungnahme ab oder waren nicht erreichbar.

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Dell-Aktien kosten derzeit 14,14 Dollar. Icahn hat bereits eine Minderheitsbeteiligung erworben und lehnt das Angebot von Michael Dell ab. Auch andere einflussreiche Aktionäre haben Widerstand angekündigt, weil sie die Offerte des Gründers für zu niedrig halten.

Insidern zufolge will Blackstone nicht nur die Macht bei Dell übernehmen, sondern auch den Oracle-Präsidenten Mark Hurd als neuen Chef installieren und somit Michael Dell ablösen. Der 56-jährige Hurd war 2010 als Chef des Dell-Rivalen Hewlett-Packard zurückgetreten und gilt derzeit als potenzieller Nachfolger von Oracle-Boss Larry Ellison. Eine mit der Situation vertraute Person sagte allerdings, Hurd habe keine Absicht, Oracle zu verlassen.

IT-Branche

Michael Dell will seine Firma außerhalb der Börse umbauen. Weil das klassische PC-Geschäft schrumpft, soll der Service-Bereich gestärkt werden. Analysten zufolge ist dies keine leichte Aufgabe. Abseits der Börse sei die Chance besser, dass die Sanierung gelinge. Umsatz und Gewinn waren zuletzt immer mehr geschrumpft. Dell leidet unter der anhaltend schwachen Nachfrage nach herkömmlichen Computern.

Die Verbraucher greifen inzwischen verstärkt zu Tablet-PCs oder Smartphones und lassen Notebooks und Desktops in den Regalen liegen. Während die Elektronik-Riesen Apple und Samsung mit dem Trend Milliarden scheffeln, sehen klassische PC-Hersteller wie Marktführer Hewlett-Packard, Fujitsu oder eben Dell ihre Felle davonschwimmen.

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