Pentium-Prozessoren werden billiger
Intel zettelt offenbar Preiskampf an

In den vergangenen Monaten hat AMD kontinuierlich an Marktanteilen auf dem Markt für Computer-Prozessoren hinzugekommen. Nach Presseinformationen bläst jetzt Branchenprimus Intel zum Gegenangriff. Nutznießer werden die Kunden sein. Sie dürfen sich auf heftige Preissenkungen freuen, sollte sich der Bericht bewahrheiten.

HB HAMBURG. Intel wolle die Preise für seine Pentium-Prozessoren nach Aussage von Firmenkunden um 60 Prozent senken und so Marktanteile vom kräftig wachsenden Wettbewerber AMD zurückgewinnen, berichtete „Die Welt“ in ihrer Samstagsausgabe. Die Konkurrenzfirma hatte im vergangenen Jahr ihren Marktanteil zum ersten Mal in vier Jahren auf rund 20 Prozent gesteigert. Vertreter der beiden Hardware-Hersteller Gigabyte und Micro-Star International (MSI) hätten berichtet, Intel habe ihnen Mitte der Woche die überraschende Preissenkung angekündigt.

Auch das Analystenteam der Citigroup prognostizierte kürzlich unter Berufung auf Computerbauer, dass bestimmte Intel-Chips künftig um 61 Prozent billiger verkauft werden sollen. Neben den Pentium-Prozessoren wolle der weltgrößte Chiphersteller auch die schnelleren Doppelkernprozessoren im Preis senken, allerdings um nur 15 Prozent. Intel kommentierte dies bislang nicht. Auch AMD hat nach Aussage des Großkunden Gigabyte Preissenkungen angekündigt. Allerdings sollen diese nicht so hoch ausfallen wie bei Intel, berichtete „Die Welt“. AMD-Prozessoren sind seit Jahren in der Regel günstiger als vergleichbare Intel-Modelle.

Verlorenen Boden will Intel aber auch durch etliche neue Produkte wettmachen. „In den kommenden Wochen und Monaten bringen wir eine ganze Palette neuer Prozessoren auf den Markt, mit denen wir das Wachstum wieder anfachen und Marktanteile zurückgewinnen wollen“, sagte Konzernchef Paul Otellini der „Wirtschaftswoche“. Während früher die Steigerung der Chipgeschwindigkeit im Vordergrund gestanden habe, setze Intel jetzt bei den Prozessoren auf höhere Leistung bei geringerem Stromverbrauch. „Wir schätzen, dass sich weltweit durch die Umstellung auf die neuen Prozessoren rund 1 Mrd. Dollar Stromkosten pro Jahr einsparen lassen.“

Zudem will das Unternehmen in diesem Jahr 1 Mrd. Dollar einsparen, indem geplante Investitionen in neue Geschäftsfelder zurückgestellt werden. Der gesamte Konzern werde derzeit von Kopf bis Fuß durchleuchtet, sagte der Intel-Chef dem Magazin.

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