„People“, „Instyle“ & Co.
Time Warner will Magazine verkaufen

Der US-Konzern Time Warner will einen Großteil seiner Magazine verkaufen, darunter „Entertainment Weekly“, „Instyle“ und „People“. Das berichten US-Medien. Demnach dürfen nur drei Zeitschriften im Unternehmen bleiben.
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New YorkBekannte US-Magazine wie „Entertainment Weekly“ oder „People“ könnten schon bald den Besitzer wechseln. Time Warner steht nach Informationen mehrere US-Medien in Verhandlungen über den Verkauf des Großteils seiner Magazinsparte Time Inc. Am Ende würden wohl nur die drei Flaggschiffe „Time“, „Sports Illustrated“ und „Fortune“ im Konzern verbleiben, hieß es am Mittwoch unter Berufung auf eingeweihte Personen.

Als erstes hatte „Fortune“ selbst von dem anstehenden Verkauf berichtet. Kaufinteressent ist demnach der US-Zeitschriftenverlag Meredith, zu dem Familien- und Ratgeber-Titel wie „American Baby“ oder „Better Homes and Gardens“ gehören. Meredith habe aber kein Interesse an den eher nachrichtengetriebenen drei Dickschiffen von Time Inc. gezeigt, schrieb die „New York Times“. Die Betroffenen selbst äußerten sich nicht.

Time Inc. hatte erst jüngst verkündet, fast 500 seiner 8000 Jobs streichen zu wollen angesichts eines schwierigen Geschäfts: Der Umsatz der Magazinsparte von Time Warner war im vergangenen Jahr um sieben Prozent auf 3,4 Milliarden Dollar (2,5 Milliarden Euro) geschrumpft. Der operative Gewinn fiel um 25 Prozent auf 420 Millionen Dollar.

Time Warner würde mit dem Verkauf dem Beispiel von Medienmogul Rupert Murdoch folgen. Der spaltet seine Verlagssparte mit dem Flaggschiff „Wall Street Journal“ von den wesentlich profitableren elektronischen Medien ab. Dazu zählen vor allem die „Fox“-Sender, aber auch eine Beteiligung am deutschen Bezahlkanal Sky.

Auch Time Warner verdient das Geld mit Fernsehen. Zum Konzern gehören das Nachrichten-Urgestein CNN, der Unterhaltungskanal TNT oder der Bezahlsendern von HBO. Zweites großes Standbein ist das Filmstudio Warner Bros. mit Blockbustern wie „Harry Potter“ oder „Der Hobbit“.

Es wäre auch nicht der erste größere Umbau bei Time Warner. Der Internetzugangsanbieter AOL gehörte einst zum Konzern. Doch die in der Dotcom-Blase geschlossene Ehe scheiterte. Nun ist AOL als eigenständiges Unternehmen an der Börse gelistet und hat sich erfolgreich zum Inhaltelieferanten gewandelt.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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