Personalpolitik
Telekom dementiert weiteren Stellenabbau

32 000 Arbeitsplätze will die Deutsche Telekom bereits abbauen. Berichte, dass weitere 23 000 Stellen wegfallen sollen, dementiert das Unternehmen.

HB FRANKFURT. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben keine Entscheidung über einen solchen weiteren massiven Stellenabbau getroffen. Das sagte ein Sprecher der Telekom am Samstag zu einem Bericht der „Bild“-Zeitung, demzufolge der Konzern den zusätzlichen Abbau der Stellen in Deutschland bis 2010 prüfe. Mit der bereits beschlossenen Streichung von 32 000 Arbeitsplätzen bis 2008 würden damit insgesamt 55 000 Stellen wegfallen.

„Es gibt bei uns keine Zahlen dieser Größenordnung. Viel wichtiger noch: es gibt keine Entscheidungen dieser Art, und die wird es auch in absehbarer Zeit nicht geben“, sagte der Telekom-Sprecher. Er verwies auf frühere Aussagen von Konzernchef Kai-Uwe Ricke, dass ein weiterer Stellenabbau nach 2008 nicht ausgeschlossen werden könne. Dies hänge aber vom regulatorischen Umfeld und technologischen Wandel ab. Es sei aber noch zu früh, um über Zahlen zu diskutieren, betonte er.

Massive Stellenstreichungen gab es immer wieder bei Europas führendem Telekomkonzern. Etwa 100 000 Menschen mussten seit der Privatisierung 1995 das Unternehmen verlassen. Zugleich wurden in den vergangenen Jahren zahlreiche neue Arbeitsplätze bei den T-Punkten und in Bereichen wie der Glasfasertechnologie geschaffen. Laut „Bild“-Zeitung wird in dem Vorstandspapier betont, dass angesichts des Wettbewerbs der Telekom-Konzern nur noch rund 93 000 Menschen in Deutschland „wettbewerbsfähig beschäftigen“ könne. Von den derzeit 167 000 Vollzeitstellen in Deutschland müssten demnach bis zu 75 000 abgebaut werden.

In dem Papier würden die Probleme deutlich benannt, schrieb die Zeitung weiter. Der Konzern liege bei den Kosten „noch deutlich hinter dem Wettbewerb“. Ein Grund seien die Produktivitätsnachteile von 50 bis 70 Prozent gegenüber dem Markt. Der Leiter Unternehmenskommunikation bei der Deutschen Telekom, Ulrich Lissek, sagte, er wisse nicht, auf welches Zahlenmaterial sich die Zeitung berufe. „Kein Mensch weiß, was nach 2008, 2009, 2010 an technologischen Umwälzungen den Kommunikationsmarkt bewegen wird. Insofern sind Zahlen ab dem Jahr 2008, oder über das Jahr 2008 hinaus unseriös“, sagte Lissek am Samstag der Nachrichtenagentur dpa.

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