Personalpolitik
Vodafone sagt Feier ab

Die Eröffnung der neuen Zentrale in Düsseldorf sollte ein Fest werden, schöne Bilder transportieren. Doch die erwartete Vodafone nach angekündigten Protesten der IG Metall wohl nicht mehr und sagte die Feierlichkeiten ab
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DüsseldorfWegen drohender Proteste gegen geplante Stellenstreichungen und Lohnsenkungen hat der Telekommunikationskonzern Vodafone die Feier zur Eröffnung seiner neuen Firmenzentrale in Düsseldorf kommenden Freitag abgesagt. „Wir haben uns entschieden, die Feier an dem Tag nicht durchzuführen“, bestätigte ein Vodafone-Sprecher am Freitag einen Bericht in der „Rheinischen Post“. Die Gewerkschaft IG Metall habe zu Demonstrationen aufgerufen. Begleitet von Protesten hätte die geplante Feier – zu der auch Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) kommen wollte – aber nicht mehr den Charakter eines Familienfestes für die Mitarbeiter gehabt.

Vodafone Deutschland hat ein Sparprogramm aufgelegt, bei dem 500 Stellen gestrichen werden sollen. Zudem soll eine Service-Gesellschaft gegründet werden, in der neue Beschäftigte Unternehmenskreisen zufolge anfänglich nur noch rund 1.500 Euro statt der bisherigen 2.500 Euro erhalten sollen. Dagegen läuft die Gewerkschaft Sturm.

Die IG Metall will nun kommenden Freitag in Düsseldorf mit mehreren hundert Vodafone-Beschäftigten gegen die Pläne demonstrieren. Teilnehmer aus zwölf Standorten würden erwartet. Die Ankündigungen der Geschäftsleitung bedeuteten großen Schaden für das Unternehmen und die Mitarbeiter, kritisierte Toni Wolf, Betriebsratsvorsitzender des Düsseldorfer Vodafone-Standorts. „Nach schlank kommt nicht schlanker – dann kommt verhungert. Spitzengewinne einfahren und nur Hungerlöhne zahlen – das passt doch nicht zusammen", beschwerte sich der NRW-Bezirkssekretär der IG Metall Manfred Menningen.

Vodafone kämpft in Deutschland trotz sprudelnder Einnahmen aus Handy-Datendiensten mit Gewinnrückgängen. Negativ zu Buche schlagen die Gebührensenkungen für die Durchleitung von Anrufen und die Kosten für den Umbau der Festnetzsparte – der einstigen Arcor. Auch höhere Investitionen in den Netzausbau belasten. Im Geschäftsjahr 2011/2012 sank der operative Gewinn um 2,6 Prozent auf 3,36 Milliarden Euro.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Personalpolitik: Vodafone sagt Feier ab"

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  • Zum Teil kann man die Sparanstrengungen der Vodafone ja nachvollziehen.

    Man möchte halt die 40 % Gewinn (oder noch mehr) auch in Zukunft haben.
    Es wurden seit 2009 jedes Jahr ca. 1.000 Mitarbeiter abgebaut (von 15.000 auf jetzt 11.000). Das soll so weitergehen, irgendwie muss ich der Kuh die ich ausmelken will aber auch mal was zu Essen geben.

    Der Kernpunkt ist, dass eher die besseren Leute gegangen sind, die anderen klammern sich wie besessen an Ihre Jobs.

    Und der Service der Vodafone ist jetzt schon 2.-Ligareif bei erstklassigen Tarifen!

    Und was man von der "Unternehmenskultur" im Umgang mit Mitarbeitern so hört, ist beispielhaft!

  • Die Callcenter-Mitarbeiter sollen in die Servicegesellschaft aber die bekommen keine 2500 Euro Einstiegsgehalt, das ist nicht richtig. Die 500 Stellen werden nicht gestrichen sondern gehen nach Rumänien,gehen tun dann die deutschen Mitarbeiter."

  • Die Callcenter-Mitarbeiter sollen in die Servicegesellschaft aber die bekommen keine 2500 Euro Einstiegsgehalt, das ist Quatsch.
    Die 500 Stellen werden nicht gestrichen sondern gehen nach Rumänien,
    gehen tun dann die deutschen Mitarbeiter.

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