Pessimismus am Aktienmarkt
Schwere Zeiten für Spieleentwickler

Die neuen Hoffnungsträger – die tragbare Spielekonsole „PSP“ von Sony und die Wohnzimmerkonsole „Xbox 360“ von Microsoft – haben nicht gehalten, was sich die Software-Branche von ihnen versprochen hatte. Jetzt werden die Umsatzerwartungen drastisch gesenkt.

DÜSSELDORF. Prominentestes Opfer ist der Weltmarktführer bei Video- und Computerspielen, Electronic Arts (EA). Das Unternehmen wird die Ziele für das im März 2006 endende Geschäftsjahr verfehlen, musste Firmenchef Larry Probst am Dienstag nach Börsenschluss in den USA einräumen. Das laufende und das folgende Quartal werden „deutlich unter den Erwartungen liegen“, teilte EA mit.

Wie unsicher die Lage ist zeigt, dass EA keine neue Prognose für das Weihnachtsquartal ausgibt. Bislang hatte das Unternehmen einen Gewinn von 1,18 bis 1,28 Dollar je Aktie bei Umsätzen von 1,48 bis 1,58 Mrd. Dollar angepeilt.

Wenige Tage zuvor hatte auch der mit einem Jahresumsatz von 1,4 Mrd. Dollar zweitgrößte unabhängige Spielehersteller Activsion eine Warnung ausgegeben. Das Weihnachtsquartal werde „substanziell schlechter als erwartet“ ausfallen. Der US-Branchendienst NPD Funworld berichtet von einem branchenweiten Umsatzeinbruch im Oktober und November von 20 Prozent.

Das Problem: Derzeit findet der Übergang von einer alten Hardware-Generation zu einer neuen statt. Das ist wie wenn in der Autoindustrie ein Modellwechsel ansteht: Alte Modelle werden kaum noch oder nur mit Abschlägen verkauft, viele Kunden warten einfach ab.

Verschärfend kommen Lieferprobleme bei der Xbox 360 hinzu, die am 22. November in den USA auf den Markt kam. „Viele Spieler wollen gerne eine Xbox 360 haben und bekommen keine“, sagt Analyst Michael Pachter von Wedbush Morgan Securities. „Die kaufen keine Spiele mehr für ihre alte Hardware und noch keine für die neue.“

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