Peter Thiel über die Technologiebranche
Paypal-Gründer fordert radikales Umdenken

Paypal-Gründer Peter Thiel verdiente mit seinem Online-Bezahldienst viel Geld. Wer es ihm heute gleichtun will, brauche eine deutlich bessere Idee als nur Bill Gates, Larry Page oder Mark Zuckerberg zu kopieren.
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San FranciscoPaypal-Gründer Peter Thiel fordert ein radikales Umdenken der Start-Up-Szene im Technologiesektor. In seinem neuen Buch „Zero to One“, das dem Handelsblatt (Mittwochausgabe) vorab vorliegt, betont der mittlerweile als Risikokapitalgeber tätige Thiel, die Zukunft werde durch innovative Technologien geprägt.

Wer nur versuche, legendäre Unternehmer wie Bill Gates, Larry Page, Sergey Brin oder Mark Zuckerberg zu kopieren, habe nichts gelernt, so Thiel. Gründer müssten die Kühnheit haben, auch unpopuläre Ideen zu vertreten. „Besser dreist als trivial sein“, fordert er. „Ein schlechter Plan ist besser als kein Plan.“

Der Investor rät Entwicklern: „Wenn du tust, was noch keiner gemacht hat und wenn du dich besser anstellst als jemand anderes, hast Du ein Monopol. Jedes Geschäft ist genauso erfolgreich, wie es dieses Monopol besitzt.“ Thiel sieht hier noch viel Potential. „Wir können schnellere Wege erfinden, von einem zum anderen Punkt des Planeten zu reisen; wir können sogar lernen, wie wir ihm ganz entfliehen und neue Grenzen besiedeln; aber wir werden diese Geheimnisse nie kennen, wenn wir nicht von uns selbst fordern, sie zu finden und uns dazu zwingen, nach ihnen Ausschau zu halten.“

Natürlich gebe es das Risiko zu scheitern. „Die Aussicht, einsam zu sein, aber recht zu haben und sein Leben dem zu widmen, woran niemand sonst glaubt, ist schon schwer. Die Aussicht, allein und im Unrecht zu sein, kann unerträglich sein.“ Das Buch „Zero to One“ erscheint offiziell im September.

Den vollständigen Bericht zu Peter Thiels neuem Buch finden Sie als Download im Kaufhaus der Weltwirtschaft.

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