Plakatwerbung leidet unter Konjunkturflaute
Ströer plant Börsengang für 2007

Die Ströer AG, größter Außenwerber in Deutschland, schmiedet Pläne für einen Börsengang in drei Jahren. Das Unternehmen wurde vor einem Jahr durch die Übernahme der Deutschen Städte-Medien (DSM) für 270 Mill. Euro zum Marktführer. Ströer gehören 200 000 Plakatflächen in Deutschland.

KÖLN/MÜNCHEN. „Wir planen einen IPO ab 2007. Bei einem Börsengang werden wir aber nicht mehr als ein Viertel der Anteile abgeben“, sagte Vorstandschef Udo Müller dem mit seinem Partner Dirk Ströer das Unternehmen gehört, dem Handelsblatt. Das Vorhaben soll dem Unternehmen frische Geldmittel bringen: „Wir wollen keine Mittelständler sein, bei dem die Gesellschafter zum Engpass für eine weitere Unternehmensentwicklung werden.“

Der Kölner Plakatkleber, der sich bei der DSM-Übernahme gegen den amerikanischen Medienriesen Viacom (Paramount, MTV) und die US-Radio- und Werbefirma Clear Channel durchsetzte, hat die Übernahme noch keineswegs verdaut: „Die Integration der DSM wird bis Mitte des kommenden Jahres abgeschlossen sein“, kündigt Müller an. Vor allem möchte der 42-Jährige dort die Kosten um 30 Mill. Euro senken; 400 von 800 Arbeitsplätzen bei der DSM sollen bis Mitte des nächsten Jahres abgebaut sein. Die meisten Stellen, insbesondere die der Plakatklebung sind bereits eingespart worden.

Zuletzt hatte die DSM einen Brutto-Jahresumsatz von knapp über 300 Mill. Euro erzielt. Die 1922 gegründete DSM besitzt Plakatwände und Litfaßsäulen in wichtigen Städten wie München, Frankfurt, Essen oder Mainz. Finanziert wurde der Kauf der DSM durch einen Kredit der New Yorker Beteiligungsgesellschaft Cerberus European Investment LLC. Über die Höhe des Darlehens macht Ströer keine Angaben.

Ob der Kredit zurückgezahlt wird, ist offen. Denn die Private-Equity-Firma besitzt die Call-Option, das Darlehen gegen eine Beteiligung von 15 Prozent zu tauschen. Ströer-Chef Müller ist unterdessen mit dem Finanzinvestor zufrieden: „Cerberus ist ein sehr fairer Partner, der von der Entwicklung des Unternehmens ausgesprochen überzeugt ist.“

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