Plattenfirma klagt gegen Computerbauer
Apple bleibt ein Zankapfel

Zwei Giganten der Musikindustrie streiten sich am Mittwoch in einem Londoner Gerichtssaal um Millionen. Apple gegen Apple heißt es, wenn die Plattenfirma Apple Corps Ltd. der Beatles und der US-Konzern Apple Computers Inc. aufeinander treffen.

HB LONDON/SAN JOSE. Die Verwalter des musikalischen Erbes der Beatles werfen dem Hersteller der Macintosh-Rechner und der iPods vor, mit dem iTunes Music Store gegen eine Vereinbarung von 1991 verstoßen zu haben. Damals hatten sich beide Seiten darauf verständigt, nicht in die Geschäftsfelder des anderen einzudringen.

Mit dem Fall betraut ist Richter Martin Mann, der nach eigener Auskunft Besitzer eines iPods und Nutzer des iTunes Music Store von Apple ist. Apple Corps wurde 1968 gegründet und gehört den noch lebenden Beatles Paul McCartney und Ringo Starr sowie John Lennons Witwe Yoko Ono und den Erben George Harrisons. Sie fordern die Durchsetzung der Einigung von 1991 und Schadenersatz. Aus dem iTunes Music Store werden inzwischen täglich rund drei Mill. Lieder heruntergeladen. Den Antrag von Apple Computers, den Prozess in Kalifornien zu führen, lehnte Martin 2004 ab.

Die beiden Apple-Firmen legten 1991 nach langem Streit ihren Namenskrieg bei. Eine Summe wurde damals nicht veröffentlicht, Apple-Computer hatte aber 38 Mill. Dollar dafür zur Seite gelegt. Schon 1981 zahlte das Unternehmen den Beatles eine nicht genannte Summe dafür, den Namen Apple überhaupt verwenden zu dürfen.

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