Plattform für Dienstleistungen: Amazon vermittelt Putzhilfen und Ziegenherden

Plattform für Dienstleistungen
Amazon vermittelt Putzhilfen und Ziegenherden

Suchen Sie Ziegen, die ihren Rasen abgrasen? Amazon kann helfen: Der Online-Händler vermittelt jetzt auch Dienstleister – von Haushaltshelfern über Mechaniker bis hin zu Lehrern. Der Konzern will kräftig mitverdienen.
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DüsseldorfBei Amazon bekommen Internetnutzer alles – vom Buch über den Fernseher bis zum Kostüm für die Mottoparty. In den USA können sie auf der Plattform nun auch Helfer finden, die den Flachbildschirm anschließen oder nach der Feier sauber machen: Der Online-Händler vermittelt jetzt unter der Adresse https://www.amazon.com/services/ landesweit Dienstleistungen.

In der Kategorie „Home Services“ finden Nutzer Reinigungskräfte, Umzugshelfer und Handwerker, Computerexperten, Automonteure und Lehrer. Und wenn das Gras im Garten hochgewachsen ist, lässt sich über die Plattform auch eine Ziegenherde mieten. Amazon hatte den Dienst seit Herbst in New York, Los Angeles und Seattle getestet, bisher sind nach Unternehmensangaben zwei Millionen Angebote online.

Der Konzern bietet die Services nicht selbst an, sondern gibt Dienstleistern und anderen Unternehmen eine Plattform – ähnlich wie bei Marketplace, wo andere Händler ihre Produkte über Amazon verkaufen können. Zu den großen Partnern gehört beispielsweise die Kette Pep Boys, die Reifen, Autoteile und Wartungsleistungen anbietet. Auch Taskrabbit, eine Plattform zur Vermittlung von Handwerkern, ist beim Start dabei. Der Kabelnetzbetreiber Dish bietet die Installation von Fernsehern an.

Das Angebot soll Kunden helfen, nach einem Kauf beim Online-Händler passende Handwerker zu finden. „Es ist die natürliche Erweiterung für Amazon, Haushaltsdienstleistungen anzubieten“, sagte Amazon-Manager Peter Faricy dem „Wall Street Journal“. Die Preise sollen relativiert standardisiert sein. Der Konzern erhält dem Bericht zufolge 10 bis 20 Prozent Provision.

Amazon verspricht, vertrauenswürdige Anbieter vorauszuwählen. Nur von drei von 100 Dienstleistern pro Stadt würden akzeptiert. Der Konzern gewährleistet nach einem Bericht von Techcrunch, dass die Dienstleister eine Lizenz haben, versichert sind und bestimmte weitere Kriterien erfüllen. „Es ist schwierig, schnell jemanden zu finden, der qualifiziert ist“, sagte Faricy dem US-Blog. Dieses Problem wolle das Unternehmen beheben.

Der Internet-Riese tritt mit seinem Angebot gegen diverse Portale an, die ebenfalls Handwerker und Putzhilfen vermitteln. Neben dem Rubrikenmarkt Craigslist vermitteln in den USA auch Yelp und Groupon Dienstleistungen. Zudem gibt es immer mehr Spezialanbieter wie Homejoy, das sich auf die Vermittlung von Putzkräften spezialisiert hat.

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