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06.05.2008 

Immerhin deutet er an: Der gescheiterte Unternehmer wird wohl auch mit seinem Privatvermögen haften, seine Frau voraussichtlich aber nicht. „Verona Pooth hat meines Wissens keinerlei Verpflichtungserklärung gegenüber irgendeinem Gläubiger unterschrieben, und alles andere ist für mich irrelevant“, antwortet er auf die zahlreichen Fragen, was es denn bedeute, dass die Eheleute keine Gütertrennung vereinbart hätten: Es hat keine Folgen.

Außerdem stellt er klar, dass nach derzeitigem Kenntnisstand für die Gläubiger kaum etwas zu holen ist, allerdings das Vermögen auch zunächst sehr vorsichtig bewertet werden musste. Er macht auch deutlich, dass es nach seiner Einschätzung keinerlei Chance auf eine Fortführung des Unternehmens gibt. Und mit seiner Aussage, dass die „Insolvenzreife“ des Unternehmens schon Mitte 2007 gegeben war, berührt er einen heiklen Punkt: Erst Monate später hat Franjo Pooth die Insolvenz angemeldet. Ein Grund dafür, dass auch die Staatsanwaltschaft ein eigenes Gutachten zu den Details der Pleite einholen möchte.

Bisher haben sich nach Aussage des Insolvenzverwalters 461 Gläubiger gemeldet, mit Forderungen von insgesamt 27 Millionen Euro, wovon allerdings nur gut 19 Millionen „berechtigt“ seien; die anderen Gläubiger hätten zum Teil Mühe, ihre Ansprüche genau nachzuweisen. Allein 365 „Kleingläubiger“ mit insgesamt 27 000 Euro Forderungen haben sich gemeldet, weil die MP-3-Player, die sie von Maxfield bezogen haben, defekt sind.

So spinnt sich die Affäre Pooth um einen Tag weiter. Eine Affäre, die den Chef der Stadtsparkasse Düsseldorf den Job gekostet hat, weil er allzu freundschaftlich Geschenke entgegengenommen und dafür Kredite ausgereicht hatte. Eine Affäre, die Düsseldorf zu einer Zeit trifft, wo mit WestLB und IKB zwei große Banken der Stadt zu kentern drohen und bei einigen Rettungsplanspielen der Landesregierung die Stadtsparkasse eine wichtige Rolle übernehmen sollte. Eine Affäre um einen Mann, der mit seinem MP-3-Player- und Handy-Vertrieb als Vorzeige-Gründer gefeiert wurde. Und seine Frau, die ziemlich genau zu ihrem 40. Geburtstag von RTL 2 als Moderatorin gefeuert wurde – wegen der Affäre ihres Mannes. „Da werden Sie geholfen“, war ihr berühmtester Spruch. Jetzt braucht sie selbst Hilfe.

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