Positiver Ausblick
Chiphersteller STMicro steigert Gewinn

Trotz eines harten Preiskampfes hat der europäische Chiphersteller STMicroelectronics im ersten Quartal seinen Gewinn vor Restrukturierungskosten gesteigert.

HB AMSTERDAM/NEW YORK. Die Erholung des Geschäftsumfeldes beschleunige sich und der Markt reagiere gut auf die Angebote von STMicro, sagte STMicro-Chef Pasquale Pistorio am Donnerstag. „Ich war nie zuversichtlicher“, sagte er. Möglicherweise könne das Ziel einer Bruttogewinnmarge von 40 % für das Gesamtjahr übertroffen werden. Einzelheiten nannte er nicht. STMicros wichtigster Kunde ist der weltgrößte Hersteller von Mobiltelefonen Nokia.

Die französisch-italienische Firma mit Sitz in Genf hatte am Vorabend nach Börsenschluss in New York nach Sonderposten von 33 Mill. Dollar ein Absinken des Gewinns auf 77 Mill. Dollar oder acht Cent je Aktie von 79 Mill. Dollar oder neun Cent je Aktie im Vorjahr mitgeteilt. Analysten hatten im Durchschnitt mit einem Nettogewinn von zwölf Cent je Aktie gerechnet. Der Umsatz stieg im Quartal um 25,4 % auf 2,03 Mrd. Dollar und damit wie von Analysten erwartet. Die Aktie von STMicro schloss in Paris um 1,2 % höher bei etwa 19 € in einem freundlichen europäischen Technologiemarkt.

Das Unternehmen äußerte sich optimistisch über den weiteren Geschäftsverlauf und kündigte an, die Investitionen für die Produktion neuer Mikrochips um 37,5 % auf 2,2 Mrd. Dollar zu erhöhen. „Wir erwarten für 2004 ein fortschreitendes Wachstum beim Umsatz und der Ertragslage, und wir gehen davon aus, dass die Aussichten für 2005 solide sind“, sagte Pistorio. „Alle Anzeichen deuten darauf hin, dass unsere Auftragslage 2004 weiter stark bleibt“, fügte er hinzu. Vor gut einem Jahr hatte das Unternehmen seine Investitionen angesichts verspäteter Auftragseingänge und sinkender Produktpreise drastisch gekürzt.

Für das zweite Quartal erwartet STMicro gegenüber dem Vormonat einen Umsatzanstieg zwischen sechs und zwölf Prozent und gegenüber dem Vorjahreszeit ein Plus zwischen 26 und 33 %. Die Bruttogewinnmarge soll auf 37 % steigen. Einige Analysten hatten den angepeilten Anstieg der Marge auf 40 % angezweifelt. Investoren waren mehrere Quartale lang von STMicros Bruttogewinnmarge enttäuscht, besonders im Vergleich von der des Erzrivalen Texas Instruments von 45 % im ersten Quartal.

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