Preis: 515 Millionen Euro
Verschuldete Primacom verkauft Tochter

Der hochverschuldete Mainzer Kabelnetzbetreiber Primacom verkauft seine niederländische Tochter Multikabel an einen internationalen Finanzinvestor. Der Kaufpreis betrage 515 Mill. Euro und der Aufsichtsrat habe zugestimmt, teilte die Primacom AG am Donnerstag mit.

dpa MAINZ. Bevor der Kaufvertrag mit einer Tochter des Finanzinvestors Warburg Pincus gültig wird, müssten jedoch noch verschiedene Bedingungen erfüllt sein. So stehe unter anderem die Zustimmung der niederländischen Kartellbehörden noch aus.

Primacom war in den vergangenen Wochen in eine prekäre Finanzlage geraten, als eine Gruppe von Gläubigern die Rückzahlung eines Kredites forderte. Das Unternehmen einigte sich schließlich mit dem Konsortium auf einen Vergleich: Bis zum 30. November müssen 375 Mill. Euro zur Abgeltung aller offenen Forderungen der nachrangig gesicherten Gläubiger gezahlt werden. Mit dem Multikabel-Verkauf, der bis November über die Bühne gehen soll, schrumpft der Schuldenberg von Primacom auf etwa 500 Mill. Euro.

Das Unternehmen hatte 2004 einen Fehlbetrag von 113,5 Mill. Euro verbucht. Die Firma betreibt Kabelnetze und hat mit 830 Beschäftigten rund eine Million Kunden in Deutschland.

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