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Preiserhöhungen: Softwarefirmen verärgern Kunden

Die Konsolidierung im Markt für Unternehmenssoftware zeigt ihre hässliche Seite: Mit SAP und Oracle haben die beiden Marktführer in den letzten Wochen deutlich die Preise erhöht. Viele Anwender stöhnen unter den zusätzlichen Kosten. Doch am Ende werden sie die Forderungen mangels Alternativen akzeptieren müssen.

SAP-Chef Leo Apotheker hat verstanden, wie man ein Duopol nutzt. Foto: AP Quelle: ap
SAP-Chef Leo Apotheker hat verstanden, wie man ein Duopol nutzt. Foto: AP Quelle: ap

FRANKFURT. „Die nahezu duopolistische Natur des Marktes für Unternehmensanwendungen hat ihren Vorteil – zumindest für die Anbieter“, analysiert Adam Shepherd von Dresdner Kleinwort trocken.

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Der jüngste Streitpunkt: SAP wird die Preise für die Wartung ab 2009 über vier Jahre von 17 auf 22 Prozent des Softwarepreises erhöhen. Für die Kunden bedeutet das einen Mehraufwand von 30 Prozent. Im Gegenzug verspricht der Konzern mehr Supportleistungen, die angesichts der zunehmend komplexeren Systeme erforderlich seien. Zuvor hatte bereits Oracle die Preise um bis zu 25 Prozent erhöht, allerdings für die Software selbst.

Gerade kleinere Firmen leiden unter den Zusatzkosten. Zudem zweifeln sie wie im Fall der SAP-Wartung am Zusatznutzen der teureren Produkte. „Der Mehrwert für größere Kunden ist sicherlich gegeben. Bei kleineren Kunden, die nur das Kernprogramm und ein Zusatzmodul verwenden, kann ich diesen dagegen nur schwer erkennen“, sagt Ralph Treitz, Gründer und Chef von VM Solutions (VMS), ein Kunde von SAP und zugleich Dienstleister im SAP-Umfeld.

Die Deutschsprachige SAP-Anwendergruppe (DSAG) sieht Gesprächsbedarf. „Der Mehrwert hängt zwar grundsätzlich von der jeweiligen Systemlandschaft ab. Viele Mittelständler haben aber nicht derart komplexe Systeme, dass sich der teurere Support lohnen würde“, sagt Gunther Reinhard, DSAG-Vorstandsmitglied und Sprecher des Arbeitskreises „SAP im Mittelstand“.

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