Preisspanne hat "viel Raum nach unten"
Börsengang von Wincor-Nixdorf mit zehn Millionen Aktien

Der Bankautomaten-Hersteller Wincor-Nixdorf plant einem Bericht zufolge, beim Börsengang bis zu knapp zehn Millionen Aktien auszugeben.

HB BERLIN. Der Kassen- und Bankautomaten-Hersteller Wincor-Nixdorf will einem Zeitungsbericht zufolge knapp zehn Millionen Aktien an die Börse bringen. Das Angebot liege bei acht Millionen Anteilsscheinen ohne die Platzierungsreserve, das so genannte Greenshoe, berichtete die Zeitung «Die Welt» unter Berufung auf Finanzkreise. Bei großer Nachfrage könnte die Zahl der Aktien auf fast zehn Millionen angehoben werden.

Bislang war laut «Welt» verlautet, dass das geplante Emissionsvolumen sich auf etwas weniger als 500 Millionen Euro belaufen solle. Da das Unternehmen mit einer Milliarde Euro bewertet werde, errechne sich daraus ein Preis je Aktie von maximal 50 Euro. Die Banken wollten den Börsengang aber nicht an einem zu hohen Preis scheitern lassen, so die Zeitung weiter. «Die Preisspanne ist insgesamt recht groß», zitierte das Blatt die Finanzkreise. Nach unten sei viel Raum.

Schon seit einigen Zeit gehen Beobachter dem Bericht zufolge davon aus, dass ein Abschlag nötig sein könnte, damit die Investoren ordern. Rund 2,4 Millionen der Aktien sollen der «Welt» nach aus einer Kapitalerhöhung stammen, 30 Prozent der Erlöse des Börsengangs sollen Wincor-Nixdorf zufließen. Ein Emissionspreis von 50 Euro je Aktie bringe dem Unternehmen damit gut 120 Millionen Euro an Einnahmen.

Der Rest geht laut «Welt» an die Risikokapitalgeber von Kohlberg Kravis Roberts (KKR) und Goldman Sachs Capital Partners (GSCP), die gemeinsam 89 Prozent der Anteile kontrollieren. Beide Großaktionäre wollten ihre Beteiligung auf insgesamt rund 50 Prozent abbauen. Früheren Angaben von Wincor-Nixdorf zufolge sollen mit dem Erlös des Initial Public Offering (IPO) Schulden abgebaut und künftiges Wachstum finanziert werden.

Der Börsengang des Unternehmens ist früheren Berichten zufolge am 19. Mai geplant. Allerdings hatte der Vorsitzende der Geschäftsführung, Karl-Heinz Stiller, am Donnerstag noch keine exakte Datumsangabe für das IPO gemacht.

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