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Preisverfall belastet Fujitsu-Siemens

Europas größter Computerproduzent kämpft gegen Discount-Anbieter und sieht leichte Anzeichen einer Erholung

MÜNCHEN. Europas größter Computerproduzent, Fujitsu-Siemens, bekommt den schärferen Wettbewerb auf dem PC-Markt zu spüren. „Wegen des enorm hohen Preisverfalls ist der Umsatz trotz höherer Stückzahlen etwas gesunken“, sagte der Chef von von Fujitsu Siemens Computers (FSC), Adrian von Hammerstein, im Gespräch mit dem Handelsblatt. Diese Entwicklung halte an: „Das Geschäft im Juli verlief ganz ordentlich, wir haben die Stückzahlen nochmals gesteigert. Allerdings hat sich der Preisverfall fortgesetzt.“ Detaillierte Zahlen für das zweite Quartal will der Manager im Oktober nennen.

Dabei ist das laufende Jahr für die Branche gut angelaufen: Weltweit kletterten die Computerverkäufe mit knapp 8 % im Vergleich zum Jahr 2002 wesentlich stärker als erwartet. Mit dem hohen Wachstum hatte kaum jemand gerechnet, denn in den vergangenen zwei Jahren musste die Computerindustrie empfindliche Rückgänge hinnehmen.

Nach Angaben der Marktforscher von Dataquest kletterte der Absatz von FSC im zweiten Quartal in Europa um knapp 4 %. Von einem Ende der Flaute in der IT-Branche möchte von Hammerstein aber noch nicht reden: „Die letzten Monate waren nicht schlecht. Allerdings ist nach wie vor fraglich, ob das schon der Beginn eines Aufschwungs ist.“ Bislang gebe es lediglich leichte Anzeichen, dass das Geschäft anziehe, „aber noch keine durchgreifende Besserung“.

Mit seiner zurückhaltenden Prognose steht von Hammerstein nicht alleine da. Auch die Analysten von Dataquest warnen vor Euphorie: Sie erwarten zwar im laufenden dritten Quartal ein Plus der PC-Verkäufe in Europa von 8 %. Es sei aber zu früh, von einem Aufschwung zu sprechen, weil die Krise der gesamten Wirtschaft nicht vorüber sei. Nur wenn sich die Konjunktur erhole, würden die Unternehmen stärker in IT-Ausrüstung investieren. Das Firmenkundengeschäft ist enorm wichtig für alle Computerhersteller. FSC erzielt rund 80 % seines Umsatz mit Unternehmen. Auf die Ertragslage drücken aber auch Discount-Anbieter wie der Essener Elektronikhändler Medion, der die private Kundschaft ins Visier genommen hat. Von Hammerstein: „Im Privatkundengeschäft ist der Wettbewerbsdruck am härtesten.“

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