Der Bezahlsender hat am Abend nach Handelsschluss den Preis für die erste Tranche der geplanten Kapitalerhöhung von insgesamt 450 Millionen Euro bekanntgeben.
HB MÜNCHEN. Der angeschlagene Pay-TV-Sender Premiere
neue Aktien innerhalb der vor im Dezember angekündigten Kapitalerhöhung für 3,76 Euro je Stück platzieren. "Durch die Ausgabe von bis zu rund 10,2 Mio. neuen Aktien aus genehmigten Kapital sollen Premiere
mindestens 25 Mio. Euro zufließen", teilte das Unternehmen am Donnerstag in München mit. Die Premiere
-Aktie kostete am Donnerstag zum Handelsende 3,60 Euro.
Der zum Reich des Medienunternehmers Rupert Murdoch gehörende Konzern News Corp
-Aktionäre können nach Angaben vom Dezember für elf alte Aktien 1 neue kaufen.
Gleichzeitig soll der Anteil von News Corp
, das ein Bankenkonsortium und News Corp
am 23. Dezember 2008 vereinbart hatten. "Zusammen mit einem kurzfristigen Darlehen des Bankenkonsortiums fließen Premiere
damit im Januar 50 Mio. Euro zu", hieß es. Die Mittel sollen den kurzfristigen Kapitalbedarf bis zum Abschluss der zweiten Kapitalerhöhung decken.
Diese ist im ersten Halbjahr 2009 geplant und soll Premiere
bis zu 425 Mio. Euro in die Kassen spülen. Davor muss Premiere
sich das Vorhaben noch von einer außerordentlichen Hauptversammlung genehmigen lassen. Diese solle bis Ende März stattfinden. Das Unternehmen hatte im Dezember "erhebliche" Investitionen ins Programm angekündigt. Der Bundesliga-Sender Premiere
war zuletzt tief in die roten Zahlen gerutscht.
JP Morgan
hatte das Kursziel für Premiere
in dieser Woche von 6,00 auf 8,20 Euro angehoben und die Einstufung auf "Overweight" belassen. Die Unsicherheit, in die Papiere des Bezahlsenders zu investieren, dürften in Kürze verschwunden sein, schrieb Analyst Mark O'Donnell. Er senkte seine kurzfristigen Prognosen teilweise deutlich nach der Bekanntgabe eines neuen strategischen Planes des Konzerns. Dennoch dürften die geplanten Investitionen den durchschnittlichen Umsatz je Kunde erhöhen und den langfristigen Wert des Unternehmens steigern. Eine erfolgreiche Durchführung der geplanten Kapitalerhöhung dürfte positiv wirken.


