Premiere sucht seine Zukunft im frei empfangbaren Fernsehen. Deutschlands größter Bezahlsender will den Berliner Sender Sat 1 kaufen. Mit dem Kauf eines Senders wie Sat 1 könne Premiere seine Wertschöpfungskette erweitern – und von Größenvorteilen im Film- und Sportrechteeinkauf profitieren.
Bezahlkanal will frei empfangbaren Sender Sat 1 kaufen - Time WarnerMÜNCHEN. Der Bezahlsender Premiere
plant den Einstieg ins frei empfangbare Fernsehen. "Die Kombination mit einem Free-TV-Sender würde Premiere
voranbringen", sagte Vorstandschef Michael Börnicke dem Handelsblatt. Ziel des Unternehmens sei es, damit in eine neue Größenordnung vorzustoßen. Von derzeit knapp einer Mrd. Euro solle der Umsatz mittelfristig auf zwei bis drei Mrd. steigen. So will Börnicke ein Gegengewicht zu den übermächtigen öffentlich-rechtlichen Sendern schaffen und Premiere
nachhaltig in die schwarzen Zahlen führen.
Der Manager hat auch bereits einen Übernahmekandidaten im Visier: "Wir sind daran interessiert, Sat 1 zu kaufen. Der Berliner Sender würde ideal zu uns passen." Allerdings gibt es noch keine Verhandlungen mit Pro Sieben
Sat 1, der mehrheitlich den Finanzinvestoren Permira und KKR gehört.
In den vergangenen Monaten wurden kleinere Sender wie "Das Vierte" vom amerikanischen Medienkonzern NBC Universal zum Kauf angeboten. Doch ein Nischenkanal ist Premiere
zu wenig. "Das würde uns nicht helfen. Wir wollen in den nächsten zwei bis drei Jahren stark wachsen", sagte Börnicke.
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