Premiere und Arena kooperieren: Wie man mit Fußball ein Unternehmen kauft

Premiere und Arena kooperieren
Wie man mit Fußball ein Unternehmen kauft

Der Bezahlsender Arena steckt im Minus, sucht händeringend neue Abonnenten und kämpft mit allen Mitteln gegen den deutlich größeren Konkurrenten Premiere. Doch diese Probleme löst Arena fast komplett mit einem Schlag. Den Fortschritt bezahlt das Unternehmen mit einer neuen Währung.

HB MÜNCHEN. Gut ein Jahr nach dem sich Arena die exklusiver Übertragungsrechte für die Fußball-Bundesliga gesichert hat, vereinbart das Unternehmen mit dem Rivalen Premiere eine weit reichende Vermarktungskooperation. Damit kann der Bezahlsender Premiere, der im Dezember 2005 bei der Versteigerung der Fußballrechte unterlegen war, nun doch die begehrten Spiele über Satellit bundesweit live zeigen. Im Gegenzug steigt Arena über eine Premiere-Kapitalerhöhung mit knapp 17 Prozent als größter Aktionär bei dem Konkurrenten ein.

Der Rechtevermarkter Arena, der zum Kabelnetzbetreiber Unity Media gehört, hatte im Dezember 2005 Premiere bei der Vergabe der begehrten Bundesliga-Übertragungsrechte ausgestochen. Der neue Sender ging mit dem Start der laufenden Saison im August 2006 auf Sendung. Mittlerweile hat Arena mehr als eine Million Kunden - braucht aber mehr, um profitabel zu werden. 2006 ist voraussichtlich noch ein operativer Verlust in der Größenordnung von 120 Mill. bis 140 Mill Euro angefallen.

Die Vereinbarung mit Premiere sei für beide Seiten ein Gewinn, betonte der Chef der Arena-Muttergesellschaft Unity Media, Parm Sandhu. Premiere übernehme die technische Betreuung der Satelliten-Plattform, Arena könne sich darauf konzentrieren, Programm-Anbieter zu sein. Arena erhalte einen Großteil des Umsatzes, der durch die Vermarktung auf der Satelliten-Plattform von Premiere erwirtschaftet wird.

Der Marketingaufwand, den Arena betreiben musste, um ihr Bundesliga-Produkt zu verkaufen war enorm, der Erfolg hielt sich in Grenzen. Eine Million Kunden zählte Arena zum Jahresende, 2,5 Millionen wären nötig gewesen, um ohne Premiere den Break-even zu erreichen.

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