Die Ausstrahlungsrechte für das Zugpferd Bundesliga will sich Premiere
bis August sichern. "Mein Gefühl sagt mir, wir kriegen die Bundesliga", so Börnicke vor rund 200 Aktionären. Premiere
werde für alle Szenarien vorbereitet sein und bieten. Das Unternehmen solle keinem erhöhten Risiko ausgesetzt werden. Bei der Ausschreibung geht es um die Rechte von 2009 bis 2012. Premiere
erhofft sich auch mehr Exklusivität, vor allem durch einen späteren Sendeplatz für die ARD-Sportschau.
Die Bundesliga-Rechte vermarktet diesmal der Medienmogul Leo Kirch über seine Agentur Sirius. Bislang sind mehr als 200 Registrierungen eingegangen. Bei der letzten Ausschreibung war Premiere
dem Rivalen Arena unterlegen, hat die Bundesliga aber mittlerweile über eine Sublizenz wieder im Programm. Für die Champions League rechnet Börnicke in den nächsten Tagen mit dem Zuschlag für die Rechte 2009 bis 2012. Der DFB-Pokal ist bereits unter Dach und Fach.
Premiere
will bis Ende September zudem die Sicherheitslücke in der Verschlüsselung seines Programms geschlossen haben. "Und dann sehen wir gute Chancen zu wachsen und viele Piraten zu Kunden zu machen." Premiere
schätzt die Schwarzseher, die den Zugangscode geknackt haben, auf mehr als eine Million. "Nach dem Schließen der Sicherheitslücke erwarten wir bis zu 200 000 Neukunden aus diesem Potenzial im vierten Quartal 2008 und im ersten Quartal 2009." Die Probleme hatten Premiere
zuletzt das Weihnachtsgeschäft vermiest sowie im ersten Quartal zu roten Zahlen geführt.

