Print-Magazine
Kaum noch Lust auf den Playboy

Das Männermagazin "Playboy" steckt in der Krise, der US-Medienkonzern Playboy Enterprises rutscht in die roten Zahlen. Die Printauflage des Magazins ist in den letzten 10 Jahren rasant um 400 000 gefallen. Neben wegbrechenden Werbeeinnahmen bereiten die vielen kostenlosen Erotikseiten im Internet dem Blatt Probleme.

HB CHICAGO. Der US-Medienkonzern Playboy Enterprises, der unter anderem das Männermagazin "Playboy" herausgibt, stürzt immer tiefer in die roten Zahlen. Vor allem die Krise auf dem Werbemarkt und Umstrukturierungen machen dem Medienhaus zu schaffen. Im ersten Quartal hat das Unternehmen den Verlust im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdreifacht - auf 13,7 Mio. Dollar (10,2 Mio Euro). Der Umsatz brach auch durch die Abgabe von Geschäften um knapp 22 Prozent auf 61,6 Millionen Dollar ein, wie das Unternehmen gestern mitteilte.

Zum Jahresauftakt belasteten das Ergebnis allein 8,7 Millionen Dollar an Abschreibungen und Kosten für die Sanierung. Die ersten Resultate der Kosteneinschnitte seien aber mittlerweile zu sehen, sagte Konzernchef Jerome Kern. Die Belegschaft wurde seit Herbst um ein Viertel reduziert. Für das Printgeschäft erwartet der Konzern im laufenden Quartal einen Absturz der Werbeeinnahmen um fast 40 Prozent.

Das Männermagazin kämpft seit Monaten gegen die schwindende Leselust seiner Zielgruppe. Im Dezember war nach desaströsen Quartalszahlen Christie Hefner von der Konzernspitze zurückgetreten. Stattdessen hatte Jerome Kern die Geschäfte übernommen, als Übergangslösung wie es hieß.

Damit steht zum ersten Mal ein Chef an der Verlagsspitze, der nicht der Familie Hefner angehört. Hugh Hefner, der den Namen seines Magazins zum Lebensmotto erkor, hatte das Magazin 1953 gegründet. Seine Tochter baute den Magazinverlag zum weltweit agierenden Medienhaus aus, aber ohne eine wirtschaftliche Perspektive zu eröffnen.

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