Pro Sieben Sat 1: Für Springer schlägt Stunde der Wahrheit

Pro Sieben Sat 1
Für Springer schlägt Stunde der Wahrheit

Die Lage scheint aussichtslos: Sowohl das Bundeskartellamt als auch die Medienwächter von der KEK sträuben sich gegen den Kauf der Sendergruppe Pro Sieben Sat 1 durch den Axel-Springer-Verlag. Beide Institutionen verlangen Zugeständnisse. Laut einer Zeitung ist Springer dazu mittlerweile auch bereit. Die Zeit drängt, denn am Dienstag tagt die KEK.

HB MÜNCHEN. „Wir bemühen uns weiterhin um eine Genehmigung“, sagte eine Verlagssprecherin am Montagabend. Berichte vom Tage, wonach der Verlag entweder Unternehmenstöchter verkaufen oder die geplante Übernahme ganz aufgeben wolle, kommentierte sie nicht.

Der „Tagesspiegel“ hatte zuvor vorab aus seiner Dienstagausgabe unter Berufung auf das Umfeld des Springer-Vorstandsvorsitzenden Mathias Döpfner berichtet, der Verlag erwäge einen Verkauf des Senders Sat 1 oder Pro Sieben, um doch noch die Zustimmung des Bundeskartellamts für die Übernahme der gesamten Senderfamilie zu erwirken. Der Verlag hat nach Angaben seiner Sprecherin bis zum kommenden Donnerstagmittag Zeit, zum Ansinnen des Bundeskartellamtes Stellung zu nehmen, entweder die „Bild-Zeitung“ oder einen der beiden großen Sender der Pro Sieben Sat 1 Media AG zu verkaufen.

Wie der „Tagesspiegel“ weiter berichtet, solle mit einem ausländischen Unternehmen über den Verkauf des Fernsehsenders verhandelt werden, um weitere kartellrechtliche Probleme zu umgehen. Anfang Dezember hatte sich die französische Senderkette TF1 selbst als möglicher Kaufinteressent ins Gespräch gebracht. Noch kürzlich wurde das Interesse in Paris bekräftigt. Im Aufsichtsrat von TF1 sitzt Haim Saban, der zusammen mit weiteren Finanzinvestoren seine Anteile an Pro Sieben Sat 1 Media an Springer veräußern möchte.

„Es sieht nach Sackgasse aus“, hatte das Handelsblatt am Wochenende aus dem Umfeld von Springer-Chef Mathias Döpfner zu den Aussichten auf eine kartellrechtliche Genehmigung erfahren. „Die Chancen stehen derzeit 60 Prozent für einen Rückzug und 40 Prozent für eine Fortsetzung", hieß es.

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