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12.04.2005 

Mojto gibt sich von der neuen Konkurrenz unbeeindruckt. Schließlich verfügt Beta über 16 000 Stunden Programm, Pro Sieben hingegen nur über 500. „Wettbewerb hat es immer gegeben“, sagt er lakonisch. Gelassenheit kann Mojto sich derzeit leisten. Das Geschäft läuft gut. Mit dem weltweiten Verkauf der Fernsehrechte des Hitler-Dramas „Der Untergang“ in 141 Länder hat er Maßstäbe gesetzt. „Unsere Erwartungen wurden bei weitem übertroffen.“

In Cannes verkauft der frühere Kirch-Manager auch den Zweiteiler „Die Sturmflut“, eine Produktion seines Partners Nico Hofmann von Teamworx. Das Drama um die Hamburger Sturmflut wird auf RTL laufen. Produzent Mojto vertreibt erstmals auch die legendäre Filmbibliothek Leo Kirchs mit 12 000 Titeln („La Strada“, „Citizen Kane“ „Sissi“, „Feuerzangenbowle“).

Der frühere Kirch-Manager gründete vor wenigen Wochen mit der insolventen Kirch Media ein gemeinsames Unternehmen, an dem Mojtos Firma EOS zu 50 Prozent beteiligt ist. „In den nächsten Wochen beginnt der Verkauf“, sagt Mojto.

Ob sich die Bibliothek als Ertragsjuwel erweisen wird, steht allerdings in den Sternen: Bei dem Bieterwettbewerb hatte Mojto nach monatelangen Verhandlungen die ARD-Vertriebstochter Telepool ausgestochen und damit die Öffentlich-Rechtlichen verärgert. „Mojto braucht als Abnehmer die Dritten Programme. Angesichts der Enttäuschung kann es gut sein, dass ihn die ARD bei der Abnahme von Programmware zappeln lässt“, sagte ein langjähriger Insider in Cannes.

Filmbibliotheken

Pro Sieben Sat 1: Der Fernsehkonzern baut seit Herbst eine eigene Filmbibliothek auf. Bisher wurden die Serien und Filme der Senderketten von der früheren Kirch-Vertriebsfirma Beta Film ins Ausland verkauft. Auf der Filmmesse Mipt-TV in Cannes verkauft Pro Sieben Sat 1 aber nur rund 500 Programmstunden, darunter deutsche Publikumserfolge wie die Telenovela „Verliebt in Berlin“,oder die umjubelte Klamaukserie „Schillerstraße“.

Beta Film: Die Beta-Film besitzt den Hauptteil der legendären Kirch-Bibliothek – rund 12 000 Titel. Der frühere Kirch-Manager Jan Mojto gründete vor wenigen Wochen mit der insolventen Kirch Media ein Gemeinschaftsunternehmen, an dem er zu 50 Prozent beteiligt ist.

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