Pro Sieben Sat 1-Übernahme
Bayerischer Medienwächter unterstützt Springer

Bayerische Medienwächter unterstützten den Medienkonzern Axel Springer („Bild“, „Welt“) bei seinem Drängen um eine Fristverlängerung beim Bundeskartellamt bei der Prüfung einer Übernahme der Sendergruppe Pro Sieben Sat 1.

DÜSSELDORF. „Ich weise darauf hin, dass der Gesetzgeber durch die Novellierung des Wettbewerbsrechts das Bundeskartellamt und Landesmedienanstalten zur Zusammenarbeit verpflichtet hat“, sagte Wolf-Dieter Ring, Präsident der Bayerischen Medienanstalt (BLM), dem Handelsblatt.

Deshalb sollte der Kompromiss auch Einfluss auf das Prüfverfahren beim Kartellamt haben. Die Gesprächsbereitschaft Springers könne von der Bonner Behörde nicht ignoriert werden, sagte der CSU-nahe Medienwächter. Springer drängt beim Bundeskartellamt auf eine Fristverlängerung um vier Wochen.

Begründung: Durch einen unabhängigen Programmbeirat für Sat 1 und der damit verbundenen Genehmigung durch die Medienkommission KEK sei eine neue Lage entstanden, die von den Bonner Kartellwächtern einbezogen werden müsse.

Kartellamtschef Ulf Böge hat am Freitag gegenüber der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ gesagt, dass ein unabhängiger Programmbeirat die Genehmigungschancen für die Übernahme der Pro Sieben nicht verbessere, weil Springer die wirtschaftliche Kontrolle über den Sender behalten wolle. Ring kritisiert die Haltung des Behördenchefs: „Es verwundert mich, dass Herr Böge einen Gegensatz formuliert, den es längst nicht mehr gibt.“

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