Pro Sieben und Springer loten Fusion aus
Heidi Klum und „Bild“ bald vereint?

Die Medienhäuser Axel Springer und Pro Sieben Sat 1 wollen zusammengehen. Unklar ist aber das Wie. Fest steht nur, dass Springer nicht die Rolle des Juniorpartners übernehmen will. Ein Deal mit vielen Fragezeichen.
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HamburgDie Nachricht elektrisierte am Montagabend die gesamte Medienbranche: Das „Wall Street Journal“ („WSJ“) meldete, dass das Berliner Medienhaus Axel Springer („Bild“, „Welt“) und der TV-Konzern Pro Sieben Sat 1 – Heimat von Heidi Klum und Stefan Raab – zusammengehen wollen. Entsprechende Informationen liegen auch dem Handelsblatt vor.

Am Morgen danach ging es um das Wie. Die Annahme des „WSJ“, Springer werde als Juniorpartner in eine Fusion mit Pro Sieben Sat 1 gehen, weist man bei Springer - hinter vorgehaltener Hand, aber nicht ohne Nachdruck - zurück. Offiziell verweist das Medienhaus in einer Pressemeldung darauf, dass man daran arbeite, „die Kontinuität der Kontrolle durch die Axel Springer Gesellschaft für Publizistik GmbH & Co./Friede Springer langfristig sicherzustellen“.

Spekulationen „bezüglich der Abgabe dieser Kontrolle“ entbehrten folglich „jeder Grundlage“. Mit anderen Worten: Springer sieht sich als Seniorpartner. Das könnte die Berliner aber sehr viel kosten. Der Vorstandsvorsitzende von Pro Sieben Sat 1, Thomas Ebeling, dürfte sich die Abgabe der Kontrolle an dem geplanten Gemeinschaftsunternehmen teuer bezahlen lassen.

Das „WSJ“ hatte vorgerechnet, dass die Marktkapitalisierung des TV-Konzerns bei 9,7 Milliarden, die von Springer aber nur bei 4,7 Milliarden Euro liege. Deshalb waren für das amerikanische Wirtschaftsblatt die Rollen klar verteilt: Es verstand Pro Sieben Sat 1 als Seniorpartner, übersah dabei jedoch, dass sich der geringere Marktwert Springers damit erklären lässt, dass nur 40 Prozent der Aktien des Medienhauses im freien Handel sind.

Diesen Anteil will das Unternehmen aber im Zuge einer Kapitalerhöhung deutlich steigern. Um der Gesellschaft für Publizistik und Matriarchin Friede Springer auch im Falle eines Verlusts ihrer Kapitalmehrheit weiterhin die Kontrolle über das Haus zu garantieren, wird Springer derzeit in eine Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) umgebaut.

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  • Ob das der grund war warum Herr Raab aufgehört hat?

  • Sie sollten sich lieber darüber freuen! Familientreffen in der Messehalle? Nö! (:

  • In diesem Fall irrt die Mathematik aber gewaltig: Hier ergibt Minus x Minus ganz sicher kein Plus.

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