Probleme mit Zulieferer Apple Watch kommt später

Wer eine Apple Watch haben möchte, muss teilweise bis Juni warten. Bauteile eines chinesischen Zulieferers bereiten offenbar Probleme. Dabei geht es um die „Vibrations-Module“.
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Ein fehlerhaftes Bauteil verzögert laut dem „Wall Street Journal“ den Verkauf. Quelle: Reuters
Apple Watch

Ein fehlerhaftes Bauteil verzögert laut dem „Wall Street Journal“ den Verkauf.

(Foto: Reuters)

New YorkApple hat bei seiner neuen Computer-Uhr nach Informationen des „Wall Street Journal“ Produktionsprobleme bei einem wichtigen Bauteil. Die vom chinesischen Zulieferer AAC Technologies produzierten Module, die Vibrationsalarme und leichtes „Anklopfen“ am Handgelenk auslösen, fielen teilweise aus, schrieb die Zeitung am Mittwoch unter Berufung auf informierte Personen. Das gleiche Teil vom japanischen Produzenten Nidec habe solche Probleme nicht.

Apple plane keine Rückruf-Aktion, da es keine Hinweise darauf gebe, dass Uhren mit dem defekten Bauteil an Kunden verkauft worden seien, hieß es weiter. Inzwischen sei die Produktion der Komponente komplett nach Japan verlagert worden. Die sogenannte „taptic engine“ ist komplexer als die Vibrationsmotoren in Smartphones. Sie sorgt zum Beispiel dafür, dass man mit zwei Apple-Uhren den Herzschlag an seinen Partner übertragen kann.

Dem Bericht zufolge erwägt Apple, neben dem taiwanesischen Unternehmen Quanta Computer auch seinen Haupt-iPhone-Produzenten Foxconn mit der Montage der Apple Watch zu beauftragen. Foxconn habe unlängst mit ersten Produktionstestläufen begonnen. Es dürfte aber Monate dauern, bis bei Foxconn nennenswerte Produktionskapazitäten aufgebaut werden könnten.

Die Apple Watch wird seit vergangenem Freitag ausgeliefert. Aktuell wird bei Online-Bestellungen eine Verzögerung bis Juni angezeigt, in den Apple Stores soll die Uhr auch erst dann verkauft werden. Zugleich sei unklar, wie stark die Probleme mit dem Bauteil zu den Lieferengpässen beitragen, räumte das „Wall Street Journal“ ein. Apple nannte bisher keine Absatzzahlen.

Die Bilder des Apple-Abends
Viele Varianten
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Apple wird seine mit Spannung erwartete Computeruhr am 24. April auf den Markt bringen, kündigte Konzernchef Tim Cook an. Die Preise der drei verschiedenen Ausführungen der Uhr gehen wie erwartet sehr weit auseinander.

Eine Uhr für 11.000 Euro
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Für die teuerste und limitierte „Edition“-Version mit einem Gehäuse aus 18-Karat-Gold wird man mindestens 11.000 Euro oder 10.000 Dollar zahlen müssen. Die Preise für die Edelstahl-Variante beginnen in Europa ab 649 Euro und gehen - je nach Auswahl des Armbands - bis 1249 Euro. Die günstigste „Sport“-Variante in einem Aluminium-Gehäuse gibt es ab 399 Euro für die kleinere Ausführung mit dem 38 Millimeter großen Display. Die größere Version mit 42 Millimetern kostet 50 Euro mehr.

Anruf annehmen mit der Uhr
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Mit der Uhr soll man einen Anruf annehmen können, einen Wagen des Fahrdienstes Uber rufen, die Musik-Wiedergabe kontrollieren und auch eine vernetzte Garagentür aufmachen. „Ich wollte das machen, seit ich fünf Jahre alt war“, sagte Cook zur Möglichkeit, über die Uhr zu telefonieren.

Kevin Lynch
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Die Apple Watch soll unter anderem Kurznachrichten oder Neuigkeiten von Facebook anzeigen, Autos und Hotelzimmer aufschließen sowie über den Dienst Apple Pay zum Bezahlen an den Kassen eingesetzt werden können, wie Apple-Manager Kevin Lynch in diesem Bild zeigt. Außerdem können Fitness-Daten wie die Herzfrequenz gesammelt werden.

18 Stunden Batterielaufzeit
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Die Batterie soll bei gewöhnlicher Nutzung 18 Stunden halten. Damit solle eine Akkuladung von morgens bis abends reichen, sagte Cook. Die Uhr hat keinen eigenen Anschluss zum Internet und muss dafür mit einem iPhone verbunden sein.

Uhrenvergleich
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Besucher der Veranstaltung konnten auch die teure Variante der Uhr bereits testen.

Vor der Präsentation
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Vor dem Event versammelten sich zahlreiche Journalisten vor dem Yerba Buena Center for the Arts Theater in San Francisco im US-Bundesstaat Kalifornien.

  • dpa
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  • Apple hat Probs mit dem Vibrator...

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