Prognose angehoben
SAP wischt Sorgen beiseite

Die Zahlen des zweiten Quartals stimmen Europas größten Softwarehersteller SAP so optimistisch, dass er die Prognose für das Gesamtjahr leicht erhöht. Das freut die Anleger.
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Stuttgart/FrankfurtEuropas größter Softwarekonzern SAP hat nach dem stärksten Absatzwachstum in den vergangenen eineinhalb Jahren alle Bedenken über eine erlahmende Konjunktur beiseite gewischt. Denn trotz der Euro-Krise und der Erdbeben-Katastrophe in Japan ist Software für die Steuerung von Unternehmen so gefragt wie nie. Daher legte SAP als Weltmarktführer für Firmen-Software die Messlatte für die im laufenden Jahr angestrebten Zuwächse beim Ergebnis sowie beim Absatz am Dienstag überraschend höher, was die Börse mit einem satten Kursaufschlag um 3,6 Prozent auf 43,49 Euro honorierte. „Wir glauben, dass die Unternehmen mehr statt weniger in Software investieren“, sagte Co-Vorstandschef Jim Hagemann Snabe. SAP werde alle Möglichkeiten nutzen, um die Erlöse zu steigern. Die Verbesserung der Marge stehe dagegen nicht im Fokus.

Nach einem Wachstum der Lizenzerlöse aus dem Verkauf von Software und deren Wartung um ein Fünftel zu Jahresbeginn trumpfte SAP im zweiten Quartal abermals auf. Bei konstanten Wechselkursen kletterten die Software- und Wartungsverkäufe nochmals um 20 Prozent auf 2,59 Milliarden Euro. Das Betriebsergebnis legte ohne Berücksichtigung der Wechselkurse um 26 Prozent auf 1,02 Milliarden Euro zu, der Nettogewinn wuchs um ein Viertel auf 703 Millionen Euro. Alle Kennziffern stiegen damit schneller als von den Börsenexperten erwartet. Auch die operative Marge verbesserte sich binnen Jahresfrist um 1,5 Prozentpunkte auf 30,8 Prozent. Finanzchef Werner Brandt sieht SAP damit im harten Wettbewerb mit den US-Konkurrenten Oracle und Microsoft auf gutem Weg, um bis 2015 wie geplant mindestens 20 Milliarden Euro Umsatz und eine operative Marge von 35 Prozent zu erwirtschaften. SAP hat bei der Rendite Nachholbedarf, da die US-Wettbewerber weit profitabler wirtschaften.

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