Prognose angehoben
Siemens rechnet mit größerem Handymarkt

Siemens Mobile erwartet für 2003 mit 470 Millionen Handys insgesamt ein deutlich größeres Marktvolumen für Mobiltelefone als dies bisher angenommen wurde.

HB MÜNCHEN. Damit erwartet der weltweit viertgrößte Handyhersteller nun mehr Marktvolumen als die stark beachteten Marktforscher Gartner Dataquest und Strategy Analytics, die bis zu 460 Millionen Stück prognostizieren.

Er rechne im Kalenderjahr 2003 mit einem Marktvolumen von 470 Millionen Stück, sagte der Vorstandschef von Siemens Mobile, Rudi Lamprecht, am Mittwochabend vor Journalisten in München. Damit hob er seine Marktprognose erneut an: Im Sommer hatte Siemens Mobile erstmals von 450 Millionen Marktvolumen gesprochen, davor von 420 bis 435 Millionen Stück.

Lamprecht sagte, auch von diesem höheren Niveau aus rechne er im kommenden Kalenderjahr mit einem weiteren Marktwachstum von fünf bis zehn Prozent. Er wiederholte, für Siemens gelte wie in den Vorjahren: „Wir wollen stärker wachsen als der Markt.“

Weltweit liegt Siemens damit derzeit an vierter Position hinter Nokia, Motorola und Samsung. Im abgelaufenen vierten Quartal hat Siemens zwölf Millionen Handys verkauft und damit im abgelaufenen Geschäftsjahr 2002/03 (30. September) insgesamt über 39 Millionen Mobiltelefone abgesetzt. Nach dem missglückten Start der neuen preiswerterten Mobilgeräte-Generation Xelibri zeigte sich Lamprecht für die zweite Kollektion zuversichtlicher: „Die Nachfrage ist okay“. Inzwischen sei zudem der Vertrieb umgestellt worden. Im übrigen mache Xelibri nur zwei Prozent des Gesamtgeschäftes aus und habe deswegen „keine so große Bedeutung“. Siemens mußte zuletzt nach eigenen Angaben bei Xelibri nicht verkaufte Lagerbestände im hohen zweistelligen Millionenbereich abschreiben.

Siemens Mobile oder ICM ist die größte Sparte des Siemens-Konzerns mit 9,9 Milliarden Euro Umsatz im Geschäftsjahr 2002/03 (30. September). Auf die Handy-Sparte entfielen 4,4 Milliarden Euro Umsatz. Mit einem Jahresabsatz von 39 Millionen Stück und einem Marktanteil von zuletzt gut neun Prozent ist Siemens der viertgrößte Hersteller hinter Nokia, Motorola und Samsung.

Wie das Handygeschäft ist auch der zweite große Markt von ICN, Netzwerke für Mobilfunkfirmen, stark umkämpft. Mit einem Jahresgewinn von 180 (Vorjahr: 96) Millionen Euro ist ICN trotz einiger Sanierungserfolge noch weit von der angestrebten Umsatzrendite von acht bis elf Prozent entfernt.

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