Prognose bestätigt
Springer steigert Umsatz im ersten Halbjahr

Nach der Ausweitung seines Geschäfts mit Online-Medien hat der Axel Springer Verlag seinen Umsatz im ersten Halbjahr 2008 um elf Prozent gesteigert. Im Vorjahr hatte der gescheiterte Versuch, der Deutschen Post mit dem Dienstleister Pin Konkurrenz zu machen, den Konzern schwer belastet.

rtr BERLIN. Die Erlöse hätten zwischen Januar und Juni nach vorläufigen Zahlen bei etwa 1,3 Mrd. Euro gelegen, teilte der Verlag am Dienstag in Berlin mit. Auch das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) lag höher als ein Jahr zuvor. Genaue Zahlen will der Konzern am 13. August vorlegen. Springer bekräftigte seine Prognose, wonach das bereinigte Ebitda 2008 über dem des Jahres 2007 liegen soll.

2007 hatte Springer einen Verlust von 288 Mill. Euro ausgewiesen, vor allem wegen Abschreibungen auf den inzwischen insolventen Postdienstleister Pin. Nach dem Scheitern des Versuchs, der Deutschen Post mit Pin Konkurrenz zu machen, will der Verlag nun vor allem im Ausland und bei Online-Medien wachsen. Im vergangenen Jahr hatte Springer sich an verschiedenen Online-Portalen beteiligt, die den Umsatz des Konzerns nach oben getrieben haben dürften.

Das Management und die Hauptgesellschafter von Springer, im wesentlichen die Verlegerwitwe Friede Springer, ließen erklären, sie beteiligten sich nicht an dem Aktien-Rückkaufprogramm des Unternehmens. Ein Verkauf ihrer Papiere zu den gebotenen 80 Euro spiegele nicht den Wert der Papiere wider. Springer ist mehrheitlich im Familienbesitz. An der Börse kosteten die Papiere am Dienstag um die 73 Euro. Das Rückkaufprogramm läuft noch bis Freitag. Das Unternehmen wollte bis zu 918 000 Aktien erwerben und damit den Besitz an eigenen Aktien auf zehn von sieben Prozent erhöhen. Die Papiere könnten unter anderem als Kaufwährung für andere Firmen dienen.

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