Prognose für Gesamtjahr bekräftigt
Sparkurs der Software AG trägt Früchte

Der zweitgrößte deutsche Software-Hersteller Software AG hat im zweiten Quartal 2003 erneut einen kräftigen Umsatzrückgang verzeichnet, konnte jedoch durch Kosteneinsparungen den Nettogewinn stärker als von Analysten erwartet steigern.

Reuters FRANKFURT. Das in Darmstadt ansässige Unternehmen teilte am Mittwoch in Frankfurt mit, der Umsatz sei wie im ersten Quartal um 15 % zum Vorjahr auf 104,7 Mill. € gesunken. Dazu habe neben einer schwächeren Nachfrage auch der starke Wechselkurs des Euro beigetragen. Der Nettogewinn habe sich auf Grund von Kosteneinsparungen auf 2,3 Mill. € belaufen. Im Vorjahreszeitraum hatte der Nachsteuergewinn 14,1 Mill. € betragen, wobei darin ein Sondereffekt aus dem Verkauf von Finanzanlagen in Höhe von 22,3 Mill. € enthalten war.

An der Börse wurden die Aktien mit einem Plus von 1,23 % bei 14,00 € gehandelt. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt einen Umsatz von 106,3 Mill. € und einen Reingewinn von 1,5 Mill. € prognostiziert.

Starke Präsenz im Dollar-Raum

Im ersten Quartal hatte der nach SAP zweitgrößte Software-Hersteller noch einen Verlust von fast 10 Mill. € erwirtschaftet, da Restrukturierungskosten und ein gesunkener Umsatz belasteten. Das Unternehmen leidet wie andere Branchenfirmen unter einer deutlichen Investitionszurückhaltung der Kunden. Da die Software AG rund ein Drittel ihrer Geschäfte in den USA tätigt, hat in der jüngsten Vergangenheit zusätzlich noch die Schwäche des Dollar im Vergleich dem Euro zu Einbußen geführt.

Ungeachtet des erneuten Umsatzrückgangs sieht der noch bis Ende September amtierende Interims-Vorstandschef Karl Heinz Achinger erste Anzeichen einer Erholung. „Wir sehen Licht am Ende des Tunnels“, sagte Achinger und verwies auf positive Signale aus den USA. „Wir glauben, dass wir über die Addition aller Länder die Talsohle hinter uns haben“, fügte Achinger hinzu. Allerdings werde die Erholung in Deutschland erst ein oder zwei Quartale später als in anderen Geschäftsregionen einsetzen.

Das Unternehmen prognostizierte, dass im Gesamtjahr ohne Berücksichtigung von Wechselkurseffekten ein stabiler Produktumsatz ausgewiesen werden solle. Bislang war ein Umsatzrückgang nicht ausgeschlossen worden. Zudem wurde die Aussage bekräftigt, dass ein Nettogewinn und ein Ergebnis (Ebt) auf dem Vorjahresniveau von 32 Mill. € erwirtschaftet werden soll.

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