Prognose für operativen Gewinn im Gesamtjahr bekräftigt
Beteiligungen hieven Philips in Gewinnzone

Europas größter Unterhaltungselektronik-Konzern, die niederländische Philips, hat im dritten Quartal netto wieder schwarze Zahlen geschrieben und dabei die Erwartungen der Analysten deutlich übertroffen. Unter dem Strich erwirtschaftete das Unternehmen einen Gewinn von 124 (Vorjahr: minus 330) Millionen Euro. Operativ erzielte das niederländische Unternehmen wegen Sonderbelastungen nach Werkschließungen jedoch einen Verlust und enttäuschte damit einige Anleger.

HB AMSTERDAM. Den Netto-Gewinn im Quartal führte Philips am Dienstag vor allem auf positive Beiträge von Firmenbeteiligungen zurück. Im Gesamtjahr will der Konzern nach zwei Verlustjahren operativ und netto wieder Gewinne schreiben. Einige Analysten zeigten sich erfreut über den Umsatzanstieg in der defizitären Chip-Sparte. Die Aktien reagierten indes nach einem freundlichen Start mit Verlusten, nachdem der Kurs in diesem Monat bereits kräftig zugelegt hat.

Im abgelaufenen Quartal verbuchte Philips einen Netto-Gewinn von 124 Mill. € nach einem Verlust von 330 Mill. € im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz ging auf knapp sieben Mrd. € von 7,3 Mrd. € im Vorjahr zurück. Analysten hatten einen stärkeren Umsatzrückgang auf 6,5 Mrd. € und einen Netto-Gewinn von lediglich 35,9 Mill. € erwartet. Einige Branchenexperten warnten aber vor zu frühem Optimismus, da das Ergebnis vor allem auf Beteiligungen zurückzuführen sei. „Die nicht-konsolidierten Firmen des Konzerns haben die Daten zu positiv aussehen lassen“, sagte Axel Funhoff, Analyst bei Bear Stearns in London. Im Kerngeschäft sei das Ergebnis schwächer als erwartet ausgefallen.

Das Unternehmen bekräftigte, bis Ende 2005 weitere 400 Mill. € an Kosten einsparen zu wollen. Auf den Nachfrage-Einbruch der vergangenen Jahre hat Philips bereits mit Kostensenkungen von bis zu einer Milliarde Euro reagiert. So schloss der Konzern, dessen Produktpalette von Glühbirnen über Chips bis zu Fernsehern reicht, mehr als 100 Werke und reduzierte die Stellenzahl um rund 50 000 auf 170 000.

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