Prognose gesenkt
Akku-Desaster schlägt sich auf Sonys Gewinn durch

Sony macht seine Ankündigung vom Wochenanfang wahr und senkt seine Gewinnprognose für das Geschäftsjahr 2006/2007 drastisch. Hauptgrund sind Millionen defekter Notebook-Akkus, die das Unternehmen hergestellt und an Computerbauer weltweit verkauft hat. Doch auch ein zweites Produkt macht Sorgen.

HB TOKIO. Der Betriebsgewinn werde voraussichtlich bei 50 Mrd. Yen (rund 336 Mill. Euro) liegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Zuvor war der Konzern von 130 Mrd. Yen ausgegangen. Der Nettogewinn werde voraussichtlich 80 Mrd. Yen betragen. Bislang war Sony auch hier von 130 Mrd. Yen ausgegangen. Den Umsatz sieht Sony jedoch unverändert bei 8,230 Billionen Yen.

Sony gab zudem seine Prognose für das zweite Quartal bekannt: Demnach rechnet der Konzern mit einem Nettogewinn von 2 Mrd. Yen (13,4 Mill. Euro). Operativ werde in den drei Monaten voraussichtlich ein Verlust von 21 Mrd. Yen anfallen, wie das Unternehmen mitteilte. Auch vor Steuern rechne der Konzern mit einem Verlust und zwar von 26 Mrd. Yen.

Zur Begründung für die reduzierte Gewinnerwartung führte Sony neben den Rückrufen von Notebook-Akkus auch einen höheren Verlust im Computerspiele-Geschäft an. Sony verkauft seine Spielekonsole Playstation 3 in Japan zu einem niedrigeren Preis als ursprünglich geplant. Hinzu kommt, dass die Playstation in Europa zum wichtigen Weihanchtsgeschäft noch nicht verfügbar ist, sondern nur in Japan und den USA.

8 Mill. Akkus tauschen

Der Konzern hatte erst am Dienstag angekündigt, 60 000 Akkus aus eigenen Notebooks zurückzurufen – und das nur in Japan. Zahlen aus dem Ausland seien bislang nicht bekannt, sagte eine Sprecherin. Eine japanische Zeitung schreibt von insgesamt 300 000 Akkus.

Bislang machte das Unternehmen keine Angaben dazu, in wie vielen seiner eigenen Computer Batterien ausgetauscht werden müssen. Dafür hatten eine ganze Reihe namhafter Notebook-Hersteller ihre Geräte zurückbeordert, darunter Apple, Toshiba, Dell und Hewlett-Packard. Insgesamt sind 8 Mill. Akkus weltweit betroffen. Es besteht Überhitzungs- oder Feuergefahr. Sony trägt die Kosten für die Umtauschaktionen.

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