Prognose gesenkt
Sorgen um US-Konjunktur belasten Sony

Die Folgen der US-Finanzkrise schlagen nun auch beim japanischen Elektronikkonzern Sony ins Kontor. Zwar stieg der Gewinn im dritten Quartal geringfügig, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Gleichzeitig senkte Sony aber wegen der erwarteten Schwäche auf dem US-Markt seine Prognose für das Gesamtjahr.

rtr TOKIO. Die starke Nachfrage nach Digitalkameras der Marke Cyber-shot und Videokameras stützte im Weihnachtsgeschäft das Ergebnis. Zudem schrieb die Videospielsparte erstmals wieder Gewinne, weil sie die Produktionskosten für die Konsole PlayStation drei und die Verkaufzahlen steigerte. So wuchs der operative Gewinn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 5,9 Prozent auf 1,2 Mrd. Euro (189,36 Mrd. Yen). Damit lag er aber weit unter den Erwartungen von Analysten.

Trotz des leichten Aufwärtstrends litt Sony unter dem Preisverfall für Flachbild-Fernseher und andere Schlüsselprodukte. So fiel der operative Ertrag der wichtigen Unterhaltungselektronik-Sparte um sieben Prozent. Auch der Blick in die Zukunft trübt sich langsam ein. Sony rechnet im Geschäftsjahr bis März jetzt nur noch mit einen Betriebsgewinn von 2,6 Mrd. bis 2,85 Mrd. Euro (410 Mrd. bis 450 Mrd. Yen) und enttäuschte auch damit die Analysten.

Als Gründe führte der Konzern den steigenden Yen-Kurs und die Rückgänge an den Aktienmärkten nach dem Platzen der Hypothekenblase in den USA an. Die Finanzkrise macht Sony zu schaffen, da die Investitionen seiner Lebensversicherungs-Sparte an den Märkten an Wert verlieren. Zudem fürchtet der Konzern, dass auch die Nachfrage nach seinen Produkten in den Vereinigten Staaten unter der schwächelnden Konjunktur leiden könnte. „Wir haben bisher keine Zeichen für eine Abschwächung der Nachfrage in den Vereinigten Staaten gesehen, aber wir erwarten ab jetzt eine allmähliche Wirkung“, sagte Finanzvorstand Noboyuki Oneda.

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