Prognosen erhöht - Börsianer jubeln
Intels Chip-Geschäft brummt

Der weltgrößte Chiphersteller Intel hat am Freitag seine Umsatzerwartungen für das laufende dritte Geschäftsquartal nach oben geschraubt. Intel-Aktien schnellten daraufhin um acht Prozent in die Höhe und zogen auch andere Technologiewerte wie Infineon mit nach oben, was den Börsen in den USA und Europa deutlich Auftrieb gab.

Reuters SAN FRANCISCO. Das im kalifornischen Santa Clara ansässige Unternehmen erwartet nunmehr Erlöse von 7,3 bis 7,8 Mrd. Dollar. Die frühere Prognose lautete auf 6,9 bis 7,5 Mrd. Dollar. Von Reuters befragte Analysten rechneten zuletzt im Schnitt mit 7,26 Mrd. Dollar Umsatz. Das Unternehmen begründete die verbesserte Prognose mit einer starken Entwicklung der Mikroprozessoren-Tochter. Die Nachfrage nach Kommunikationsprodukten bleibe allerdings schwach, teilte Intel rund eine Stunde vor US-Börsenbeginn mit.

Der Konzern hob zugleich sein Rentabilitätsziel an. Demnach erwartet Intel nun eine Bruttogewinnmarge von rund 56 % nach bislang rund 54 %. Eine Gewinnprognose gab das Unternehmen zunächst nicht, sondern teilte lediglich mit, die restlichen Geschäftserwartungen für das dritte Quartal blieben unverändert. Der Konzern kündigte zudem an, noch im Tagesverlauf weitere Einzelheiten bekannt geben zu wollen.

Intel-Aktien legten im frühen Geschäft an der Technologiebörse Nasdaq um gut acht Prozent auf 28,51 Dollar zu. Die Prognoseanhebung beflügelte auch Technologietitel in Europa. Infineon- und Philips-Aktien schnellten um mehr als sieben beziehungsweise knapp fünf Prozent in die Höhe. Die Papiere des größten europäischen Chip-Herstellers STMicroelectronics gewannen fünf Prozent.

„Intel schiebt unsere Techwerte hoch, die Aussicht auf mehr Umsatz ist genau das, was der Markt hören will“, sagte ein Aktienhändler in Frankfurt. Zuletzt hatten die Unternehmen weltweit zwar durch Kostensenkungen häufig ihre Gewinne gesteigert, die Umsätze waren dagegen in vielen Fällen rückläufig. Analysten und Anleger warten seit einiger Zeit auf Signale für eine spürbare Erholung der Technologiebranche, die vor gut zwei Jahren im Zuge des weltweiten Nachfrageeinbruchs in eine schwere Krise geraten ist. Unternehmen hatten ihre Investitionen wegen des Konjunkturabschwungs stark zurückgefahren.

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