Prognosen zurückgeschraubt
Telefonica Moviles fürchtet harten Wettbewerb

Das spanische Mobilfunkunternehmen hat seinen Gewinn in den ersten neun Monaten dieses Jahres gesteigert, jedoch die Erwartungen von Analysten verfehlt.

HB MADRID. Der Mobilfunkanbieter Telefonica Moviles hat seine Prognosen für das laufende Jahr gesenkt. Das Ertrags-Wachstum werde für 2004 bei 3 % erwartet, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Zuvor war die Tochter der spanischen Telefonica SA von einem Plus von 7 % ausgegangen.

Wegen eines härteren Wettbewerbs auf dem Heimatmarkt sowie in Lateinamerika senkte das Unternehmen zudem seine Gewinn- und Umsatzerwartungen für das Gesamtjahr.

Der Nettogewinn sei von Januar bis September um acht Prozent auf 1,36 Mrd. Euro gestiegen, hieß es auf der Pressekonferenz. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt mit einem Anstieg auf 1,38 Mrd. Euro gerechnet.

Beim Umsatz übertraf das Unternehmen dagegen mit einem Plus von 12,8 % auf 8,24 Mrd. Euro die Expertenerwartung von 8,19 Mrd. Euro. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) stieg um 4,7 % auf 3,53 Mrd. Euro, wie der Mobilfunkanbieter weiter mitteilte.

Auch die Umsatzentwicklung beurteilt Telefonica Moviles jetzt vorsichtiger: Für das Gesamtjahr erwartet das Unternehmen nur noch einen Anstieg von 12 bis 13 %. Zuvor war es von mehr als 13 % ausgegangen.

Die negativen Prognosen werden nach Einschätzung von Analysten sowohl Telefonica, das 92 % an Telefonica Moviles hält, als auch der Mobilfunkbetreiber selbst kurzfristig am Aktienmarkt zu spüren bekommen. Moviles-Aktien gaben am Mittwochvormittag an der Madrider Börse um rund 2,5 % auf 8,72 Euro nach. Telefonica-Aktien sanken um rund 1,3 %.

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