Projekt wurde noch vor der Jahrtausendwende geplant
Startschuss für neue Infineon-Zentrale

Allen Drohungen, den Unternehmenssitz ins Ausland zu verlagern, zum Trotz: Die größten Teile der Hauptverwaltung des Chipherstellers Infineon werden die nächsten Jahre mit Sicherheit in München bleiben. Am Freitag fiel der Startschuss für den lange geplanten Neubau des Hauptquartiers im Südosten von München.

MÜNCHEN. „Die Gesamtfinanzierung ist sichergestellt und die notwendigen Genehmigungen vorbereitet“, teilte die Moto Objekt Campeon GmbH am Freitag mit, der das Gebäude künftig gehören wird. Infineon hat für den Bau langfristige Leasingverträge unterschrieben und sich somit mindestens 15 Jahre an den Standort München gebunden. Moto Objekt gehört zur Commerz Leasing und Immobilien GmbH, einer Tochter des Commerzbank-Konzerns.

Bei Infineon hieß es aber, durch den Neubau sei eine mögliche Verlagerung des Firmensitzes ins Ausland nicht vom Tisch. Infineon- Chef Ulrich Schumacher hatte im Frühjahr mit einem Umzug gedroht, um den hohen deutschen Steuern zu entgehen. Der Manager hat mit seinem Vorstoß für viel Wirbel gesorgt. Sollte es tatsächlich dazu kommen, seien jedoch nicht mehr als ein paar Hundert Leute betroffen. Eine Entscheidung ist nach Firmenangaben noch nicht gefallen. Möglicherweise wird sich Schumacher heute in zwei Wochen bei der Bilanzpräsentation dazu äußern.

Der Bau des „Campeon“ genannten neuen Hauptquartiers wurde mehrmals verschoben und wird jetzt nach Angaben von Infineon voraussichtlich erst Mitte oder Ende 2005 fertig, über ein Jahr später als ursprünglich geplant. Zudem fällt das Projekt wesentlich bescheidener aus als zunächst vorgesehen. Statt der geplanten acht Teile entstehen vorerst nur sechs. In München wurde bereits befürchtet, Infineon könnte den Neubau ganz aufgeben.

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