ProSiebenSat.1
TV-Konzern rechnet mit schwächerem Werbemarkt

Bei der Fußball-Europameisterschaft in Frankreich gibt es so viele Spiele wie noch nie. Für Fernsehkonzerne ist das nicht unproblematisch. Denn die meisten Sender müssen mit einem schwächeren Werbegeschäft planen.

BerlinWegen eines schwächeren Werbegeschäfts zur Fußball-EM hält ProSiebenSat.1 -Chef Thomas Ebeling den Ball flach. „Das zweite Quartal ist im Werbemarkt natürlich von der Fußball-EM beeinflusst, aber das war ja planbar“, sagte Ebeling der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch am Rande der Axel-Springer-Noah-Konferenz in Berlin. Er betonte allerdings, für den Zeitraum April bis Juni sei man „absolut in Rahmen unserer Erwartungen“. Ebeling bekräftigte auch die Geschäftsziele das Fernsehkonzerns für das gesamte Jahr.

Hier wollen die Bayern den Umsatz für 2016 um mehr als zehn Prozent steigern und beim operativen Gewinn (recurring Ebitda) und beim bereinigten Konzernüberschuss das Vorjahresergebnis übertreffen. Diese Prognose habe das Management erst vor kurzem bestätigt – „und dazu stehen wir“, sagte Ebeling. Werbekunden schalten während Sport-Großereignissen bei privaten TV-Anbietern meist weniger Spots als bei öffentlich-rechtlichen Sendern, die live übertragen.

Ebeling bekräftigte zudem, dass der Dax-Konzern sein Engagement in den USA verstärken wolle. „Ich glaube, dass viele Ideen deutlich besser funktionieren, wenn man sie von Amerika aus ausrollt.“ Im klassischen TV-Produktionsgeschäft etwa sei dies schon gut gelungen. Auf die Frage, ob sich ProSiebenSat.1 etwa über Zukäufe verstärken wolle, sagte Ebeling: „Im Produktionsgeschäft haben wir unterschiedliche Modelle entwickelt.“ Dies könne auch in anderen Bereichen funktionieren: „über Partnerschaften, über Minderheits- oder Mehrheitsbeteiligungen oder auch über Fonds.“

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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