Protest gegen Umtauschverhältnis
T-Online stimmt Verschmelzung auf Telekom zu

Die Deutsche Telekom holt ihre Tochter T-Online wieder zurück ins Mutterhaus. Die Aktionäre des Internetunternehmens stimmten trotz heftigen Protests für eine Verschmelzung.

HB BERLIN. Der Internetdienstleister T-Online wird auf den Mutterkonzern Deutsche Telekom verschmolzen. Erwartungsgemäß stimmte die Hauptversammlung von T-Online am Freitagnacht in Hannover trotz zahlreichen und heftigen Protests von Kleinanlegern mit großer Mehrheit für den Verschmelzungsvertrag mit der Telekom.

Mit 99,46 Prozent der Stimmen hatte der Bonner Telekommunikationskonzern eine deutliche Mehrheit – allerdings werden 90 Prozent der T-Online-Anteile ohnehin von der Telekom kontrolliert. Für die Zustimmung zur Fusion waren lediglich 75 Prozent des anwesenden Kapitals erforderlich.

Der Verschmelzungsvertrag sieht eine Barabfindung je Anteilsschein von 8,99 Euro vor. Beim T-Online-Börsengang im Jahr 2000 wurde das Papier mit 27 Euro bewertet. Alternativ erhalten Aktionäre von T-Online 0,52 T-Aktien je T-Online-Anteilsschein.

Die Kleinaktionäre bereiten sich auf eine Klage vor: Einige von ihnen gaben bereits den notwendigen Widerspruch gegen den Verschmelzungsvertrag zu Protokoll. Damit ist eine Anfechtungsklage gegen den erwarteten Beschluss der Hauptversammlung möglich. Auch ein so genanntes Spruchstellenverfahren wird anvisiert. In ihm würde das auf Basis eines Gutachtens von Wirtschaftsprüfern erstellte Umtauschverhältnis überprüft.

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