Der französische Werbekonzern Publicis, die Nummer vier der Welt, will zusammen mit Google Video-Marketing-Tools entwickeln. Beide Unternehmen arbeiten an gezielter Video-Werbung im Internet. Die Print-Presse spürt die Internet-Konkurrenz derzeit besonders stark.
Publicis-Chef Maurice Lévy erwartet, dass der Umsatz mit Internetwerbung bis 2012 den der Printreklame überholen wird. Foto: Reuters
PARIS. "Wir wollen mit Google
Werkzeuge für Kommunikkationsplattformen entwickeln", sagte Maurice Lévy, Chef von Publicis,
in einem Handelsblatt-Gespräch, "Google ist sehr stark bei der Vermarktung von Suchworten, aber noch nicht von Bildern und Videos." Hier könne Publicis
helfen.
Konkret könnte das so aussehen, dass Publicis
für Kunden Werbefilme produziert und mit der Stichwort-Suche von Google
vernetzt. Ziel soll sein, dass der Nutzer nur solche Filme zu sehen bekommt, die ihn wirklich interessieren. Google
hat bereits einen Vorstoß in die Richtung unternommen mit der Übernahme des Online-Werbespezialisten Doubleclick.
Die Partnerschaft mit Google,
die seit rund einem Jahr läuft, wurde Ende Januar bekannt gemacht. Bisher sind aber nicht viele Details nach außen gedrungen. Laut Lévy arbeiten rund 20 Publicis
-Manager
täglich mit Google
-Leuten
an dem neuen Projekt.
Lévy zeigt mit dieser Zusammenarbeit, dass er weniger Berührungsängste vor der übermächtigen Suchmaschine hat als sein Kollege Martin Sorrell, Chef des Werbekonzerns WPP. Dieser hatte Google
als "Frenemy" bezeichnet, sprich: als möglichen Partner, aber auch als gefährlichen Wettbewerber. Die Sorge: Werbekunden könnten wichtige Etats an Agenturen vorbei auf Google
platzieren. Lévy dagegen ist überzeugt, dass Google
für Werbeagenturen primär eine Chance darstellt.
Publicis
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