Der frühere Schachweltmeister engagiert sich heute als politischer Aktivist in Russland: Auf der Digitalkonferenz Republica spricht Garri Kasparow über Hass im Netz, Propaganda – und warum er nicht nur an Zufälle glaubt.

Kommentare

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  • Putin ist nicht ohne Grund in der Gay-Szene sehr beliebt!

  • Völlig richtig, was in dem Artikel steht. Putins Russland ist ein Witz. Dass er nun auch noch die Wahlen im Westen mit seinen ständigen Hackerangriffen stört und weltweit versucht, rechtsradikale Spinner wie Trump an die Macht zu bringen, ist fürchterlich. Putin muss endlich abtreten. Dann bleibt ihm auch mehr Zeit fürs Privatleben mit seinen jugendlichen Sportfreunden.

  • @Enrico Caruso, 09.05.2017, 19:34 Uhr

    "Es ist traurig zu sehen, wie man diesen intelligenten Menschen offenbar für eine politische Sache einspannen konnte."

    Schon mal auf die Idee gekommen, dass es Leute geben könnte, die aus eigenem Antrieb und aus eigener Überzeugung handeln?

  • Es ist traurig zu sehen, wie man diesen intelligenten Menschen offenbar für eine politische Sache einspannen konnte. Was er da von sich gibt, sind Beschuldigungen (man könnte auch sagen:Hass) ohne jegliche Belege gegen das System des vom Volk gewählten russischen Präsidenten. Billig!

    Und ohne Facebook & Co, die angeblich ständig "Fake News" verbreiten, wüssten wir bis heute kein Wort über die Ausschreitungen an Sylvester 2015/16. Klar, dass vielen das ganz Recht wäre, auch unter den Kommentatoren, die sich hier regelmäßig zu Wort melden.

  • Kasparow bringt es auf den Punkt:

    „ Moderne Propaganda will keine Ideen verbreiten, sie will das kritische Denken zerstören und demokratische Willensbildung unterwandern. Sie wollen (…) Zweifel streuen. Es ist der Traum eines jeden Diktators: Die Wahrheit zu schwächen. Wenn die relativ wird, müssen sie sich vor nichts mehr fürchten.“
    „Aber: Die Aufmerksamkeit für solche Aktionen ist gestiegen – das hat die Wahl in Frankreich bewiesen.“

    Ebenso aufschlussreich wie für die meisten Menschen wohl auch beruhigend die Antwort auf die Frage „Aber wir brauchen weiterhin Menschen, um zu entscheiden, was wahr oder falsch ist?“:
    Vlcek: „Absolut. Beim derzeitigen Stand der Technik geht es nicht um intelligente Algorithmen. Es geht darum, menschliche Intelligenz, Algorithmen und Daten zusammenzubringen.“


    Zu Kasparows Aussage: „… wenn es um einen von ausländischen Staaten unterstützten Angriff geht, dann ist es nicht der Job von Facebook eine Lösung zu finden, sondern Aufgabe der Regierung. Europäische Regierungen haben genug Ressourcen – sie sollten anfangen, diese zu nutzen.“
    und
    Vlceks: „Und es geht nicht nur um die sozialen Netzwerke. Schauen wir auch auf das Internet der Dinge. Das ist eine andere wichtige Plattform, die Hacker nutzen, um Gesellschaften und Demokratien anzugreifen. Und das Problem dabei ist: Die Industrien machen ihre Geschäfte seit Jahrhunderten und müssen sich jetzt der Herausforderung stellen, ihre Produkte zu vernetzen. Und sie wissen nicht unbedingt, wie das geht. Denn sie sind keine Software- und Sicherheitsexperten (...)“

    Ob die Europäischen Regierungen da wirklich mehr Ressourcen haben als die Industrien?

    Fest steht:

    Der vergleichsweise kleinen Zahl an Menschen, die man zu den Hackern zählen muss steht eine wesentlich(!) größere Zahl gegenüber, die nicht nur technisch mindestens genauso fähig sind, sondern deren Handeln vor allem von redlichen, mit dem Wohl der Allgemeinheit bzw. der ganzen Gesellschaft kompatiblen Motiven bestimmt ist.

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