Qualcomm darf NXP kaufen EU-Wettbewerbshüter genehmigen Chip-Deal

Grünes Licht aus Brüssel: Der US-Chipkonzern Qualcomm darf den niederländischen Konkurrenten NXP Semiconductors übernehmen. Ob die Übernahme wirklich zustande kommt, gilt allerdings als fraglich.
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Qualcomm darf den niederländischen Konkurrenten übernehmen. Quelle: dpa
NXP Semiconductors

Qualcomm darf den niederländischen Konkurrenten übernehmen.

(Foto: dpa)

BrüsselDer US-Chiphersteller Qualcomm hat die EU-Erlaubnis für die Übernahme des niederländischen Konkurrenten NXP Semiconductors bekommen. Die Wettbewerbshüter der Brüsseler EU-Kommission stimmten dem geplanten Geschäft am Donnerstag zu. Qualcomm muss allerdings Auflagen einhalten. Dazu gehört der Verzicht auf den Erwerb bestimmter NXP-Patente. Zudem hat das US-Unternehmen unter anderem zugesagt, Wettbewerbern den Zugang zu einer Technologie zu ermöglichen, die von mehreren Verkehrsbetrieben als Plattform für den Verkauf von Fahrkarten verwendet wird.

Ob die Übernahme wirklich zustande kommt, gilt allerdings als fraglich. Ein Grund ist, dass im November der Chiphersteller Broadcom für rund 130 Milliarden Dollar ein Übernahmeangebot für Qualcomm vorlegte. Das rund 47 Milliarden Dollar schwere Angebot von Qualcomm für NXP musste zuletzt wegen geringen Interesses der Aktionäre bis zum 9. Februar verlängert werden.

Qualcomm teilte am Donnerstag mit, dass nun acht der neun benötigten Genehmigungen für die Übernahme von NXP vorlägen. Nur in China ist demnach das Prüfverfahren noch nicht abgeschlossen.

Das sind die größten Chip-Hersteller der Welt
Platz 10: MediaTek
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Das 1997 gegründete Unternehmen aus Taiwan war 2008 mit einem Umsatz von 2,896 Milliarden Dollar noch auf 24 Rang der weltweit größten Halbleiter-Hersteller. Im vergangenen Jahr machte der Konzern 8,7 Milliarden Dollar Umsatz und steht nun auf Platz 10. MediaTek produziert vor allem Chips für Fernseher, 2015 waren in 64 Prozent aller Geräte Mikrocontrollerchips der Firma eingebaut.

(Quelle: Gartner)

Platz 9: NXP
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Der niederländische Halbleiterhersteller ist bereits seit 2006 im Geschäft. Zuletzt erzielte der Konzern mit Sitz in Eindhoven und rund 44.000 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von 9,17 Milliarden Dollar. Die Chips der Firma werden vor allem in Verkehrssystemen und Veranstaltungszentren eingesetzt.

Platz 8: Toshiba
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Die Halbleitersparte des japanischen Konzerns steht seit einiger Zeit zum Verkauf. Noch gehört sie allerdings zum Konzern, 2016 war Toshiba Memory die profitabelste Firmensparte. Der Umsatz lag im vergangenen Jahr bei 10,05 Milliarden Dollar.

Platz 7: Texas Instruments
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Der Jahresumsatz des US-Konzerns mit Sitz in Dallas betrug zuletzt 11,78 Milliarden Dollar. Texas Instruments beschäftigt rund 32.200 Mitarbeiter und produziert Halbleiter für die Industrie, die Autobranche, Projektoren und Taschenrechner.

Platz 6: Micron
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Das Technologie-Unternehmen aus Idaho stellt hauptsächlich Speicherelemente für Computer her. Zuletzt lag der Jahresumsatz bei 12,59 Milliarden Dollar. Das Unternehmen wurde 1978 gegründet und hat mittlerweile mehr als 30.000 Mitarbeiter.

Platz 5: Broadcom
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Der Konzern aus Singapur machte zuletzt einen Jahresumsatz von 13,15 Milliarden Dollar. Nun bietet das Unternehmen 130 Milliarden Dollar für den amerikanischen Rivalen Qualcomm.

Platz 4: SK Hynix
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Das Unternehmen aus Südkorea wurde 1983 gegründet, zuletzt lag der Jahresumsatz bei 14,27 Milliarden Dollar. Als 2013 ein Brand die Produktionskapazitäten von SK Hynix in China lahm legte, stiegen die Preise für RAM auf dem Weltmarkt erheblich an.

Qualcomm ist nach Intel, Samsung und TSMC der viertgrößte Chip-Hersteller der Welt und vor allem für seien Smartphone-Chips bekannt. NXP gehörte zur Philips-Gruppe und produziert unter anderen Chips für Sicherheitslösungen in Ausweisen und Reisepässen sowie für den Automobilmarkt.

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