Quartal
KPN schneidet schlecht ab

Der niederländische Telekomkonzern KPN hat im abgelaufenen Quartal einen Ergebnisrückgang verbucht und schlechter abgeschnitten als von Experten erwartet.

dpa-afx DEN HAAG/DÜSSELDORF. Der niederländische Telekomkonzern KPN hat im abgelaufenen Quartal einen Ergebnisrückgang verbucht und schlechter abgeschnitten als von Experten erwartet. Der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) sei gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 1,32 Mrd. auf 1,15 Mrd. Euro gesunken, teilte die Gesellschaft am Dienstag in Den Haag. Wichtigster Ergebnistreiber blieb die deutsche Tochter E-Plus, die ihren Umsatz erneut ausweiten konnte.

Konzernweit sank der Umsatz von 3,17 Mrd. auf 3,04 Mrd. Euro, während der Überschuss von 622 Mill. auf 426 Mill. Euro absackte. Experten hatten mit einem höheren Umsatz und Ebitda gerechnet. Im vierten Quartal des Jahres 2005 waren hohe Sondererlöse angefallen und das vergangenen Jahresviertel sei durch die Integration des niederländischen Mobilfunkanbieters Telfort belastet worden, hieß es. Ohne diese Sonderposten sei das operative Ergebnis angestiegen.

Die deutsche Tochter E-Plus fiel im vierten Quartal beim Kundenzuwachs hinter der Konkurrenz zurück. So erhöhte sich der Kundenstamm um 439 000 Menschen auf 12,7 Millionen Menschen. Marktführer T-Mobile und Vodafone D2 schlossen jeweils rund 0,7 Mill. neue Verträge ab. E-Plus hatte Mitte 2005 eine Mehrmarkenstrategie eingeführt - auf Simyo, Base und andere Ableger entfallen nun mit 4,3 Mill. ein Drittel aller Nutzer.

Der Umsatz von E-Plus wuchs entgegen dem Markttrend um zehn Prozent und das Ebitda um drei Prozent auf 220 Mill. Euro. Die operative Marge habe im Abschlussquartal bei 29,5 Prozent gelegen und damit fünf Prozentpunkte höher als ein Jahr zuvor, hieß es. Vodafone und T-Mobile hatten hingegen zum Teil deutliche Abschläge beim Umsatz verbucht.

Da der Gewinn im Gesamtjahr leicht zulegte, will KPN eine um zwei Cent höhere Dividende von 0,34 Euro pro Aktie ausschütten. Zudem sei für bis zu eine Milliarde Euro der Rückkauf von eigenen Anteilsscheinen geplant. Insgesamt würden zwei Mrd. Euro an die Aktionäre ausgegeben, sagte KPN-Chef Ad Scheepbouwer. Die Aktie gab am Dienstag wegen der schwächer als erwartet eingestuften Zahlen in der ersten Handelsstunde deutlich nach.

Für das laufende Geschäftsjahr rechnet Scheepbouwer mit einer stabilen Entwicklung. Ebitda und Umsatz würden auf dem Niveau des Vorjahres bleiben, sagte er. Im vergangenen Jahr setzte KPN 12,06 Mrd. Euro um und kam dabei auf einen operativen Gewinn von 4,84 Mrd. Euro.

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