Quartalsbericht
Europas größter Chip-Hersteller leidet

Stärkere Konkurrenz und der Untergang des Smartphone-Machers Blackberry haben bei STMicro einen Gewinnabsturz verursacht. Im dritten Quartal kam der Chiphersteller nicht aus den roten Zahlen heraus.
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New YorkDer europäische Chiphersteller STMicroelectronics kommt nicht aus den roten Zahlen. Im dritten Quartal verbuchte der Intel - und Infineon -Rivale einen Verlust von 142 Millionen Dollar nach einem Minus von 478 Millionen Dollar im gleichen Vorjahreszeitraum.

Der Umsatz sei auf 2,01 Milliarden Dollar von 2,17 Milliarden Dollar gesunken, teilte das französisch-italienische Unternehmen am Dienstag nach US-Börsenschluss mit. Hintergrund sei die schwache Nachfrage von asiatischen Smartphone- und Elektronikherstellern. STMicroelectronics und der schwedische Telekomausrüster Ericsson hatten vor kurzem ihr defizitäres Gemeinschaftsunternehmen entflochten. Dennoch kommen ein Viertel der Einnahmen des Unternehmens aus dem Geschäft mit Chips für mobile Geräte.

Unerwartet kamen die Zahlen nicht: Analysten von JPMorgan und Bernstein wiesen vor der Bekanntgabe der Zahlen darauf hin, dass der Hersteller unter dem Absturz des kanadischen Herstellers Blackberry leiden könnten. STMicro stellte Chips für Kameras des Smartphone-Machers her.

Ein weiterer Rückschlag für den Hersteller war das Ende eines Vertrages mit Apple. Neu werden einige der Chips für das iPhone von Bosch gemacht. Das dürfte sich in den nächsten Quartalen in den Zahlen niederschlagen, schrieb JPMorgan der Nachrichtenagentur Reuters zufolge.

Auch STMicro rechnet damit, dass sich die Misere noch weiter zieht. Das Unternehmen rechnet damit, dass es ab Mitte 2015 wieder Profite machen kann, etwa ein halbes Jahr später, als von Analysten erwartet. Unternehmenschef Carlo Bozotti sieht einen Lichtblick im Automarkt, für den STMicro auch Chips liefert. Die Aktie des Unternehmens hat dieses Jahr um rund einen Fünftel an Wert gewonnen, bevor die Zahlen veröffentlicht wurden.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
Michaël Jarjour
Michaël Jarjour
Handelsblatt / Freier Journalist

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