Quartalsbericht
Murdoch trotzt den Skandalen mit prächtigen Zahlen

Abhöraktionen und Bestechungen haben den Medienmogul Rupert Murdoch in Verruf gebracht. Als Geschäftsmann steht er dennoch glänzend da: News Corp hat sich besser entwickelt als erwartet.
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New YorkMedienmogul Rupert Murdoch hat es mal wieder allen gezeigt: Obwohl seine News Corporation immer noch mit den Folgen den Abhörskandals in Großbritannien zu kämpfen hat, floriert das Geschäft.

Im dritten Geschäftsquartal stieg der Umsatz des weltweit aktiven Medienimperiums um 2 Prozent auf 8,4 Milliarden Dollar (6,5 Mrd Euro). Der Gewinn verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 47 Prozent auf 937 Millionen Dollar. Das war mehr als Analysten erwartet hatten.

„Einmal mehr hat die News Corporation eine starke Leistung im Quartal gezeigt, angetrieben von einem deutlichen Wachstum bei unseren Kabelprogrammen und der Filmsparte“, erklärte Murdoch am Mittwoch (Ortszeit) in New York.

Von dem Geldsegen bekommen die Aktionäre direkt etwas ab: Der Verwaltungsrat, dem Murdoch vorsteht, stellte für den laufenden Aktienrückkauf weitere 5 Milliarden Dollar zur Verfügung.

Ein derartiger Rückkauf eigener Anteilsscheine treibt gewöhnlich den Kurs. So war es auch bei der News Corp. Die Aktie des Konzerns legte im nachbörslichen Handel um 63 Cent oder 3,3 Prozent auf 20,01 Dollar zu.

Für Murdoch dürfte das Balsam für die Seele gewesen sein. Seit Monaten steht er wegen des Skandals um abgehörte Telefonate und bestochene Polizisten in Großbritannien unter Beschuss. Ein Parlamentsausschuss in London sprach ihm jüngst sogar die Eignung ab, ein Medienunternehmen zu führen.

Wegen der Affäre, die bei der eingestellten Sonntagszeitung „News of the World“ ihren Ausgang genommen hatte, musste die News Corp von Januar bis März weitere 63 Millionen Dollar berappen. So hatte sich der Konzern mit Opfern der Abhöraktionen auf Entschädigungen verständigt.

Zur News Corp. gehören in Großbritannien noch „The Times“, „Sunday Times“ sowie das Boulevardblatt „The Sun“. Zudem kontrolliert Murdoch den Fernsehkonzern BSkyB. Auch in den USA und Australien gehören ihm zahlreiche Medien wie die renommierte Wirtschaftszeitung „Wall Street Journal“, die Fox-Fernsehsender und das Filmstudio „20th Century Fox“. In Deutschland ist Murdoch größter Anteilseigner des Bezahlsenders Sky.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

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