Quartalsbericht
Sun rutscht in die roten Zahlen

Der US-Computerkonzern Sun Microsystems hat im vierten Quartal seines Geschäftsjahres rote Zahlen geschrieben. Als Grund gab das Unternehmen Belastungen im Zusammenhang mit dem Abbau tausender Stellen an.

HB MOUNTAIN VIEW. Der Serverhersteller wies am Dienstag nach US-Börsenschluss einen Nettoverlust von 301 Millionen Dollar oder 0,09 Dollar je Aktie aus. Im Vorjahreszeitraum hatte das Unternehmen noch netto 50 Millionen Dollar oder einen Cent je Aktie verdient. Vor Sonderposten von 13 Cent je Aktie erreichte Sun jedoch die Gewinnzone, während Analysten mit einem Verlust von drei Cent je Aktie gerechnet hatten. Auch dank der Übernahme von StorageTek legte der Umsatz um 29 Prozent auf 3,83 Milliarden Dollar zu.

Beobachter nahmen das Umsatzwachstum als Zeichen dafür, dass sich Sun im umkämpften Servermarkt wieder besser behauptet als in der Vergangenheit. Die Einnahmen aus Produktverkäufen kletterten um 30 Prozent auf 2,5 Milliarden Dollar, während die Dienstleistungen mit 1,3 Milliarden Dollar in Rechnung gestellt wurden, ein Plus von 13 Prozent. Auf der Ergebnisseite schlugen Kosten von 156 Millionen Dollar vor allem im Zusammenhang mit dem Kauf von StorageTek zu Buche.

Sun-Aktien kletterten nachbörslich um mehr als vier Prozent auf 4,27 Dollar. Sun-Aktien hatten den Handel am Dienstag sieben Prozent im Plus beendet. Analysten hatten im Schnitt mit einem Verlust je Aktie von vier Cent gerechnet. Beim Umsatz hatten Analysten 3,61 Milliarden Dollar erwartet.

Sun steckt mitten in einem größeren Stellenabbau und will bis zu 5000 Arbeitsplätze oder 13 Prozent der Belegschaft einsparen. Analysten haben bislang angezweifelt, dass dies ausreicht, um genügend Kosten einzusparen. „Wir machen hervorragende Fortschritte, Sun wieder zu Wachstum und Profitabilität zu bringen“, erklärte Sun-Chef Jonathan Schwartz. Umsatz und Auftragsbücher deuteten darauf hin, dass Sun Marktvertrauen und -anteil zurückgewinne, sagte er.

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