Quartalsbilanz
ASML profitiert vom Höhepunkt der Chipbranche

Der niederländische Chipausrüster ASML hat im dritten Quartal seinen Gewinn mehr als verdreifacht. Experten erwarten jedoch demnächst einen Rückgang der Nachfrage nach Maschinen zur Chipproduktion, die Investitionen der Branche abnehmen könnten.

HB AMSTERDAM. Der weltgrößte Hersteller von Lithografie-Maschinen zur Chipproduktion bekräftigte am Mittwoch zugleich seine Prognose, den Umsatz im Gesamtjahr um 40 Prozent zu steigern. Obwohl ASML die Erwartungen der Analysten übertraf, befürchten die Branchenexperten, dass die Nachfrage nach den Maschinen zurückgehen könnte. Der schwankungsanfällige Chipsektor nähert sich seinem Höhepunkt, die Investitionen der Kunden, zu denen etwa der zuletzt unter Gewinnrückgängen leidende Branchenriese Intel gehört, könnten abnehmen.

ASML-Chef Eric Meurice begegnete den Befürchtungen: „Analystenprognosen deuten auf eine zweistellige Wachstumsrate des Halbleitermarkts 2007 hin. Das sollte die Nachfrage nach Lithographie-Maschinen etwa in dem Ausmaß wie 2006 wachsen lassen. Der zu erwartende Dämpfer aus dem Flash-Speichersegment könnte durch unsere neue Produktgeneration ausgeglichen werden... und durch den stetigen Ausbau unseres Marktanteils.“

Der Nettogewinn betrug abgelaufenen Quartal den Angaben zufolge 172 Mill. Euro nach 48 Mill. Euro im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz legte um 80 Prozent auf 958 Mill. Euro zu. Der vielbeachtete Auftragseingang für die mehr als 13 Mill. Euro teuren Maschinen kletterte auf 88 Systeme.

ASML konkurriert mit den japanischen Firmen Nikon und Canon, die ebenfalls Belichtungsautomaten für die Halbleiterindustrie herstellen. In dem lithografischen Verfahren wird die Oberfläche der Siliziumscheiben (Wafer) mit einer lichtempfindlichen Schicht und einer Art Schablone bedeckt. Durch Beleuchtung mit hochfrequentem Licht werden dann mikroskopische kleine Strukturen in den Wafer geformt, aus dem schließlich in einem aufwändigen Prozess Mikrochips werden.

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