Quartalsbilanz
AT & S stellt höhere Dividende in Aussicht

dpa-afx WIEN. Der führende europäische Leiterplattenhersteller AT & S hat seine Quartalsergebnisse auch dank des neuen Werkes in Schanghai prozentual zweistellig gesteigert. Die im September aufgestockten Jahresprognosen bekräftigte die Gesellschaft am Dienstag in Wien. Unternehmenschef Harald Sommerer stellte den Aktionären im Gespräch mit dpa-AFX zudem eine höhere Dividende für 2006/07 (Ende März) in Aussicht. Im Vorjahr hatten Anteilseigner 0,29 Euro je Aktie erhalten.

Die im TecDax notierte Aktie stieg zeitweise auf den höchsten Stand seit April 2001. Im Tagesverlauf verlor der Titel jedoch gegen den Indextrend bis zum späten Mittag 1,80 Prozent auf 21,80 Euro. Marktbeobachter begründeten dies mit Gewinnmitnahmen. Händler und Analysten hatten die Bilanz der Österreicher als "gut" bezeichnet: AT & S habe die Prognosen beim Umsatz und Ertrag geschlagen und die Jahresziele bekräftigt.

Im zweiten Geschäftsquartal (bis Ende September) stieg der Umsatz der Austria Technologie & Systemtechnik AG um 32 Prozent auf 127,5 Mill. Euro. Der Überschuss kletterte im Jahresvergleich um 31 Prozent auf 11,6 Mill. Euro. Vor Steuern und Zinsen (Ebit) erzielte AT & S einen Quartalsgewinn von 13 Mill. Euro und damit 49 Prozent mehr - nach Unternehmensangaben ein Rekordwert. Der Vorsteuergewinn schnellte um 51 Prozent auf 12,3 Mill. Euro hoch.

"Dass AT & S bereits im zweiten Quartal die ursprünglich erst für das dritte Quartal erwarteten Umsatz- und Ergebnisziele erreichen konnte, lag an dem deutlich schneller erfolgten Hochfahren des zweiten Werkes in Schanghai, an einem in der gesamten Gruppe erfreulichen Produktmix sowie einer im Vergleich zu den Vorperioden guten Ergebnisentwicklung in Indien", teilten die Österreicher mit. Laut Vorstandschef Sommerer erreichte AT & S in dem neuen Werk bereits nach zwei Monaten die Gewinnschwelle und damit schneller als gedacht.

AT & S wird in den nächsten Monaten nach eigenen Angaben die "Schallmauer" von 300 Mill. Euro Investitionen in der Volksrepublik China durchbrechen. Das sei nach den offiziellen Statistiken etwa die Hälfte der österreichischen Investitionen in China. Neben der soeben eröffneten Produktionslinie im zweiten Werk können bei Bedarf drei weitere in den neuen Hallen untergebracht werden. "Wir haben neue Kapazitäten geschaffen und sind grundsätzlich gut ausgelastet", sagte Sommerer. "Die gröbsten Engpässe aus dem ersten Geschäftsquartal sind beseitigt."

Der Leiterplatten-Spezialist, der 62 Prozent seiner Erlöse im Telekombereich erzielt, bleibt optimistisch: "Für das zweite Halbjahr erwartet AT & S ein weiterhin gutes Marktumfeld, wobei das hervorragende Umsatz- wie Ergebnisniveau des zweiten Quartals in etwa beibehalten werden sollte." Im Gesamtjahr 2006/07 rechnen die Österreicher weiterhin mit Erlöse von 490 Mill. Euro und einem Ergebnis je Aktie von 1,75 Euro.

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