Quartalsbilanz
EM-TV schreibt rote Zahlen

Der Rechtevermarkter und Fernsehbetreiber EM-TV hat seine Umsatzprognose erhöht und sich erstmals zu seinen Gewinnerwartungen für 2006 geäußert. Im ersten Quartal 2006 schrieb das Unternehmen wegen einer Abschreibung jedoch wieder rote Zahlen.

HB MÜNCHEN. Im Gesamtjahr wolle EM-TV einen Umsatz von 250 Mill. Euro und damit 19 Prozent mehr als im Vorjahr erreichen, teilte das Münchener Unternehmen am Dienstag mit. Bislang hatte EM-TV einen Umsatzanstieg um zehn Prozent angepeilt. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) solle zwischen acht und zehn Mill. Euro liegen und damit um 40 Prozent über dem Vorjahreswert. Vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) rechnet EM-TV mit einer Steigerung von mehr als 27 Prozent auf 27 bis 30 Mill. Euro.

Im ersten Quartal 2006 setzte EM-TV dank Zukäufen mit 60,1 Mill. Euro 18 Prozent mehr um als noch im vergangenen Jahr. Eine Abschreibung auf die Minderheitsbeteiligung am Auktionskanal Mega/Vision, der ehemals unter dem Namen „Arena“ firmierte, beeinträchtigte aber das Finanzergebnis des Münchener Unternehmens, zu dem auch der Sportsender DSF gehört. Unter dem Strich blieb ein Verlust von rund einer halben Million Euro nach einem Gewinn von 2,3 Mill. Euro Anfang 2005. Das Ebit blieb mit 3,0 Mill. Euro ebenfalls unter dem Vorjahreswert von 4,1 Mill. Euro. Dieser sei auf Grund der guten Vermarktung der WM-Merchandising-Rechte aber sehr hoch gewesen.

Wegen der 2006 weggefallenen Vermarktung der Markenrechte an Produkten zur Fifa-Fußball-WM und der Kosten für die Übertragung des Fußball-Uefa-Cups rutschte das Segment Sport von Januar bis März mit 2,6 Mill. Euro in die roten Zahlen. Dagegen legte das Ergebnis des Unterhaltungsbereichs dank der vollen Konsolidierung der Produktionstochter Yoram Gross-EM-TV deutlich auf 8,1 (Vorjahr: 0,7) Mill. Euro zu.

Die im SDax notierte Aktie von EM-TV legte um 1,6 Prozent auf 3,80 Euro zu.

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