Quartalsbilanz
LG Electronics gewinnt mit Flachbildschirmen

Das boomende Geschäft mit Flachbildschirmen hat den südkoreanischen Technologiekonzern LG Electronics zu einem Gewinnsprung verholfen. Das schwache Handy-Geschäft und die erstarkte Landeswährung Won verhinderten allerdings einen noch weiteren Satz.

SEOUL. Wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte, legte der Nettogewinn in den drei Monaten bis Ende März 92,8 Prozent auf 160,4 Mrd. Won (rund 137 Mill. Euro) zu. Analysten hatten im Schnitt nur mit 138 Mrd. Won gerechnet. Der Umsatz sank allerdings von 5,96 auf 5,8 Billionen Won.

Zum guten Abschneiden im Quartal trug vor allem die 38-prozentige Beteiligung von LG am Gemeinschaftsunternehmen mit dem niederländischen Technologiekonzern Philips, LG Philips LCD, bei. Das Joint Venture stellt Flüssigkristallbildschirme her. Das Unternehmen hatte vergangene Woche die Rückkehr in die Gewinnzone gemeldet. Für das zweite Quartal sagte der südkoreanische Konzern ein kräftiges Wachstum bei Plasma- und LCD-Fernsehern voraus.

Der Absatz von Mobiltelefonen im Vierteljahr ist dem gegenüber auf 15,6 Mill. Geräte zurückgegangen nach 16,2 Mill. Handys im Abschlussquartal 2005. LG ist der weltweit viertgrößte Handy-Hersteller nach Nokia, Motorola und Samsung. Die Gewinnspannen bei Handys sollten sich den Erwartungen von Analysten zufolge im laufenden Quartal etwas erhöhen und dabei von einem höheren Absatz hochpreisiger Modelle nach Nordamerika und Europa profitieren.

Ein Belastungsfaktor könnte den Branchenexperten zufolge der starke Won bleiben, der im ersten Quartal zum Dollar um 4,5 Prozent höher lag. Eine teurere Landeswährung belastet die Exporte von LG, die rund drei Viertel des Umsatzes des Unternehmens ausmachen.

Die Aktien von LG büßten im späten Handel an der Börse in Seoul ein viertel Prozent auf 81 800 Won ein, während der Gesamtmarkt 0,7 Prozent im Plus lag.

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