Quartalsbilanz
Macianer gewinnen Intel-Prozessoren lieb

Im vergangenen Jahr hatte Apple die Fans seiner Macintosh-Computer damit geschockt, künftig Intel-Prozessoren zu verbauen. Der Aufschrei war groß. Doch die Zahlen zum zweiten Quartal zeigen, dass die Kunden die Neuerung inzwischen akzeptiert haben: Verkäufe, Umsatz, Gewinn und letztlich auch der Aktienkurs sind kräftig gestiegen. Und dann ist da noch der iPod.

HB SAN FRANCISCO. Der Nettogewinn sei im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 48 Prozent auf 472 Mill. Dollar oder 54 Cent je Aktie gestiegen, teilte der Konzern am Mittwoch nach US-Börsenschluss mit. Analysten hatten im Schnitt mit einem Ergebnis je Anteilsschein von nur 44 Cent gerechnet. Der Umsatz legte um 24 Prozent auf 4,37 Mrd. Dollar zu. Branchenexperten hatten hier lediglich 3,68 Mrd. Dollar geschätzt.

Auch mit seinen Verkaufszahlen übertraf Apple die Erwartungen. Das Unternehmen setzte 8,11 Mill. iPods ab – 32 Prozent mehr als vor einem Jahr. Branchenkenner hatten nur mit 7,5 Mill. gerechnet. Der Mac-Absatz stieg um 12 Prozent auf 1,33 Mill. Stück, während Analysten nur mit 1,3 Mill. kalkuliert hatten.

„Wir sind begeistert über das Wachstum im Mac- Business“, sagte Apple-Chef Steve Jobs .„Der Bringer sind die Mac-Stückzahlen. Sie waren ziemlich gut“, pflichtete ihm Brian Summers von Thornburg Investment Management bei. „Die Rentabilität der Macs ist höher als die der iPods. Wir sind sind ganz schön zufrieden mit den Ergebnissen.“

Apple baut in die meisten Macs seit kurzem Prozessoren von Intel und nicht mehr von IBM ein. Diese aufwendige Umstellung scheint zur Freude der Anleger funktioniert zu haben: 75 Prozent der verkauften Macs werden von den neuen Chips gesteuert.

Anleger greifen zu

„Wir freuen uns sehr, den zweithöchsten Quartals-Umsatz und -Gewinn in der Firmengeschichte von Apple präsentieren zu können“, sagte Finanzchef Peter Oppenheimer. Die Investoren zeigten sich denn auch zufrieden mit den Zahlen: Die Apple-Aktie stieg im nachbörslichen Handel 8,5 Prozent auf 58,75 Dollar. Sie hatte zuvor an der Nasdaq mit einem Plus von 2,2 Prozent bei 54,15 Dollar geschlossen.

Für das vierte Geschäftsquartal (Ende September) sagte der US- Konzern einen Umsatz zwischen 4,5 und 4,6 Mrd. Dollar voraus. Analysten waren bisher allerdings von 4,94 Mrd. Dollar ausgegangen. Beim Gewinn werden 46 bis 48 Cent je Aktie angepeilt. Darin seien außerordentliche Kosten in Höhe von 3 Cent je Aktie enthalten. Analysten prognostizieren im Schnitt derzeit 52 Cent pro Titel.

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